Kein Adventsfrieden im Unteren Mühlviertel: Das Land OÖ hat erneut einen so genannten Risikowolf zum Abschuss freigegeben. Der offenbar alles andere als leutscheue Isegrimm war zuvor zwei Mal im Innenhof eines Bauernhofs in Bad Kreuzen aufgetaucht. Die mangelnde Distanz zu Menschen ist sein Todesurteil.
In den vergangenen Tagen wurde insgesamt zwei Mal, zunächst am Samstag, dem 25. November, und in weiterer Folge am Mittwoch, 29. November, ein Wolf im Bereich ein und desselben landwirtschaftlichen Gehöftes in der Marktgemeinde Bad Kreuzen angetroffen und wiederholt vergrämt. Der Wolf zeigte keine natürliche Scheu und drang während der Aktivitätszeit des Menschen zweimal in den Innenhof des landwirtschaftlichen Betriebes ein, so das Land OÖ in einer Aussendung.
Die Frist läuft erst am 27. Dezember ab
Aufgrund der Regelungen der Oö. Wolfsmanagementverordnung bzw. des österreichweit geltenden Managementplans sei von einem Risikowolf auszugehen, der ein gefährliches Verhalten im Sinn der genannten Bestimmungen zeige und eine „Entnahme“ ermögliche. Diese ist nunmehr innerhalb von vier Wochen ab dem letzten Vergrämungsereignis, das heißt bis einschließlich 27. Dezember 2023 und innerhalb eines Umkreises von zehn Kilometern (ausgehend vom letzten Vergrämungsort) möglich.
29 Jagdgebiete sind betroffen
Betroffen sind insgesamt 29 Jagdgebiete in den politischen Bezirken Freistadt und Perg. Die verantwortlichen örtlichen Jagdausübungsberechtigten, beide Bezirksjägermeister, 17 Gemeinden und die beiden Bezirkshauptleute von Freistadt und Perg wurden informiert.
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