Geringe Auszahlungen
Versicherung zockte Kunden ab: 81.828 Euro Verlust
Wer eine Lebensversicherung abschließt, sollte Vorsicht walten lassen. Denn was versprochen wird, wird nicht immer gehalten, wie dieser Fall aus dem Burgenland zeigt. Er treibt kritische Marktbeobachter auf die Barrikaden.
Die Teuerung und ihre Tücken: Versicherungskunden leiden unter teils extrem hohen Gebühren, unfairen Zinsforderungen und kostspieligen Verlusten, wie Konsumentenschützer warnen. Dagegen geht SPÖ-Nationalratsabgeordneter Christian Drobits strikt vor. Jetzt schlägt ein Fall aus Neusiedl dem Fass den Boden aus.
Betroffen ist ein 60-Jähriger, der 1991 bei einem namhaften Anbieter eine Lebensversicherung abgeschlossen hatte. Er steht laut Drobits exemplarisch für die Probleme vieler Versicherungsnehmer: übertriebene Kosten, geringe Transparenz und enttäuschend geringe Auszahlungen.
Gewaltiges Minus
In der aktuellen Causa hat der Burgenländer statt des 1991 erwarteten Auszahlungsbetrages von fast einer Million in der alten Schilling-Währung, umgerechnet 72.673 €, jetzt nur 49.210,41 € zurückbekommen. Inflationsbereinigt hätte der Kunde heutzutage eigentlich 131.038 € erhalten sollen.
„Genau genommen, macht der Verlust somit 81.827,59 Euro aus. Das ist eine gewaltige Summe und ein klarer Beleg dafür, dass viele Konsumenten von den Versicherungen getäuscht und abgezockt werden“, so Drobits.
Kein Einzelfall
Unfair behandelt fühlt sich ebenso eine Familie aus dem Bezirk Oberwart, die über Jahre hinweg 40.000 € in fünf verschiedene Lebensversicherungen investiert hat, nur um durch vorzeitige Kündigung wegen finanzieller Engpässe hohe Verluste zu erleiden.
„Die Provisionen für Abschlüsse einer Lebensversicherung sollen künftig immer die Auftraggeber und nicht die Endkunden zahlen sollen“, fordert Drobits. Das ist nur ein Punkt, den er im nächsten Konsumentenschutzausschuss im Dezember vorbringen will.
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