„Haus der Heilung“ - das bedeutet der Name des Al-Schifa-Krankenhauses. Doch heil ist hier gar nichts mehr. In den vergangenen Tagen geriet das Hospital in Gaza-Stadt immer mehr zwischen die Fronten dieses blutigen Krieges. Und verwandelt sich zunehmend in ein Haus des Horrors.
„Hier riecht es überall nach Tod. Wir können niemanden mehr operieren“, berichtete ein deutscher Arzt der „Süddeutschen Zeitung“. Frühchen werden in eine Welt geboren, die ihnen keine Chance gibt - wegen der Stromausfälle funktionieren die Brutkästen nicht mehr. Wie auch in anderen Krankenhäusern mussten Operationen ohne Narkosemittel durchgeführt werden, es gibt keine Blutkonserven, ja nicht einmal mehr Chlor oder Handschuhe. Und die Zahl der Schwerverletzten wächst im Bombenhagel gnadenlos weiter . . .
„Wissen Sie, was schlimmer ist als der Tod? Auf den Tod zu warten“, so der Arzt unter Tränen. Die „SZ“ berichtet, dass er eigentlich nur nach Gaza gekommen war, um seine Braut zu heiraten - stattdessen fand er sich inmitten eines Kriegsschauplatzes wieder. Und wird nun, wie so viele Ärzte und Krankenpfleger in Gaza dazu gezwungen, Übermenschliches zu leisten.
Das grausamste Antlitz des Krieges offenbart sich in den Häusern der Heilung, die zur Hölle auf Erden gebombt werden. Das muss auch Israel - trotz der Bekämpfung von Hamas-Stützpunkten - bewusst sein, wenn der weltweite Ruf nach einer humanitären Waffenruhe immer dringlicher wird.















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