Es ist fix: Wölfin „106FATK“ ist ab sofort wieder zum Abschuss freigegeben. Ausschlaggebend war das dritte Zusammentreffen binnen eines Monats mit Menschen - und dabei verhielt sich das Tier nicht scheu.
Eine 20-jährige Mühlviertlerin war am Abend des vergangenen Freitags auf einem Güterweg in einem Waldstück bei Schönau im Mühlkreis dem Tier gegenübergestanden, als sie vom Bus nach Hause ging. Die Wölfin zeigte dabei keine Scheu, ließ sich erst durch Rufe verjagen. Und am Samstag hatte sich der Wolf, wie erst jetzt bekannt wurde, einem Haus in Unterweißenbach genähert und wurde vom Besitzer durch Rufen verscheucht.
Kaum ein Monat zuvor - und damit in der Frist der oö. Wolfsverordnung - war vermutlich dieselbe Wölfin in Unterweißenbach einem Bauern beim Mähen zu nahe gekommen, nachdem sie ein Reh gejagt hatte. Auch hier zeigte sie keine Scheu vor Menschen.
In der Gegend lassen viele Eltern ihre Kinder nicht mehr alleine in den Wald oder überhaupt nach draußen. Denn die Wölfin war heuer auch schon in Innenhöfe von Bauernhäusern gekommen und hatte sich erst mit Stockwürfen verjagen lassen. Daher gab es schon einmal eine Abschuss-Anordnung, aber diese Frist überstand „106FATK“ unbeschadet. Jetzt prüft man in der Agrarabteilung des Landes OÖ eine erneute Abschuss-Freigabe für die Jägerschaft in Schönau und Unterweißenbach, die Entscheidung wird heute noch erwartet. „Die Sicherheit der Bevölkerung hat Vorrang“, sagt die zuständige Landesrätin Michaela Langer-Weninger.
Der Abschuss der Wölfin wurde am Montag offiziell freigegeben, nachdem die juristische Prüfung die Deckung durch die oö. Wolfsverordnung ergeben hatte. In einem Radius von zehn Kilometern rund um die Sichtungen darf das Tier erlegt werden.
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