Die Tierretter und Tierschutzorganisatoren merken aktuell immer mehr, dass die Menschen sparen müssen. Spendengelder werden weniger. Förderungen sind Mangelware. Grüne fordern deshalb nun eine erlässliche finanzielle Basis für bestehende Einrichtungen.
Am Dienstag war in Roßbach eine schwer verletzte Katze gefunden worden, die von einem Auto angefahren wurde. „Sie hatte einen offenen Bruch und musste in die Tierklinik Sattledt gebracht werden, wo sie stationär ein paar Tage bleibt – das wird teuer“, sagt Jürgen Stadler von der Pfotenhilfe Lochen. Die vom Land ausbezahlte Pauschalentschädigung für Fundkatzen beträgt aktuell 200,99 Euro. „Mit dieser Summe kann man aber nicht einmal die Kosten einer gesunden Fundkatze abdecken. Wir bleiben also wieder auf dem Großteil der Kosten sitzen“, seufzt Stadler.
Extra-Budget notwendig
Sein Wunsch: Für derartige Notfälle sollte es ein Extra-Budget geben, oder die Tierklinik die anfallenden Behandlungskosten dem Land in Rechnung stellen dürfen. Denn die finanzielle Situation schaut bei den meisten Tierschutzorganisationen trist aus.
Es darf nicht sein, dass die Tierhilfsvereine nur mit spärlichen Summen abgespeist werden.

Rudi Hemetsberger, Tierschutzsprecher Grüne
Bild: Zoe Goldstein
„Tiere sind uns lieb und teuer. Aber jene, die sie aus Notlagen retten und versorgen, haben kaum noch Geld“, kritisiert der grüne Tierschutzsprecher Rudi Hemetsberger. Das Land ducke sich finanziell weg – nach dem Motto: Spenden und Ehrenamt werden es schon richten. Hemetsberger kündigt einen Landtagsantrag an, der verlässliche Rahmenbedingungen gewährleisten soll.
„Wir fordern eine Basisfinanzierung für systemrelevante Tierschutzeinrichtungen und die flächendeckende Absicherung bestehender Standorte.“
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