Nach der Sorge um herabfallende Scheiben im High Five Tower am Bulgariplatz in Linz fällt jetzt das Gerüst. Der Magistrat gibt das Gelände nach monatelanger Sperrzone wieder frei. Die „Krone“ kennt den Inhalt des Gutachtens. Überraschung und Fassungslosigkeit machen sich breit.
Monatelang sorgten zerborstene Fassadenscheiben für Absperrungen und Sicherheitsvorkehrungen rund um den High Five Tower. Jetzt gibt der Magistrat Linz Entwarnung.
Der „Krone“ liegt das Gutachten vor, in dem es heißt: „Aus dem Gutachten geht hervor, dass es sich bei den dokumentierten Glasbrüchen um Spontanbrüche handelt, die gemäß OIB-Richtlinie 4 gesetzlich gedeckt sind. Gleichzeitig wird festgestellt, dass die Bruchhäufigkeit beim gegenständlichen Projekt sehr hoch ist. Der letzte dokumentierte Glasbruch einer ESG-H-Scheibe war am 18. 7. 2026. Seither wurden trotz hoher Temperaturen, Starkwinden und sonstiger Witterungseinflüsse von den Einsatzorganisationen keine weiteren Brüche gemeldet.“
Weiters wird festgehalten, dass weiterhin ein Restrisiko bestehe. Der Sperrbereich rund um das Gebäude sollte also umgehend Geschichte sein, „Absperrungen, Abschrankungen und Überdachungen werden entfernt“, so das Bauamt der Stadt.
Bei weiteren Glasbrüchen Meldung an Behörde
Ob dieses Schreiben die Bewohner nun ruhiger schlafen lässt, sei dahingestellt. Immerhin durften den Sommer über die Fenster nicht mehr vollständig geöffnet werden. Die Ursache dafür war lange Zeit unklar. Nun scheint es, als würde man sich mit „Spontanbrüchen“ zufriedengeben. Die Bewohner wurden aufgefordert, Meldung an die zuständige Behörde zu machen, falls es zu weiteren Glasbrüchen kommt.
Rätselraten hat ein Ende
„Ich hoffe, dass jetzt wieder Normalität einkehrt, immerhin hat lange Zeit Unruhe geherrscht. Das Rätselraten und die Spekulationen sollten jetzt zumindest beendet sein“, so ein Mieter vom Bulgariplatz. Die Gefahr ist leider dennoch nicht vollständig gebannt.
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