„Supernebel“ in USA

Sieben Tote bei Unfall-Inferno mit 158 Fahrzeugen

Ausland
24.10.2023 07:06
Porträt von krone.at
Von krone.at

Bei einem Unfall-Inferno mit insgesamt 158 Fahrzeugen sind im US-Bundesstaat Louisiana am Montag (Ortszeit) mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Mindestens weitere 25 Menschen wurden teils schwer verletzt ins Spital gebracht, teilte die Polizei mit. Kollidiert waren die Autos im „Supernebel“, der durch nahe Brände entstand.

Ein Teil der Unfallstelle auf der Interstate 55 westlich von New Orleans sei in Brand geraten, unter anderem, weil ein mit einer gefährlichen Flüssigkeit beladener Tankwagen in Brand geraten sei, erklärte die Polizei des Bundesstaats. Sobald das Fahrzeug geborgen worden sei, könne auch die Lage besser eingeschätzt werden. Es sei möglich, dass weitere Todesopfer gefunden würden.

Trümmerfeld auf Autobahn
Von der Polizei veröffentlichte Fotos zeigen ein Trümmerfeld von zerstörten und ineinandergeschobenen Autos auf beiden Seiten der Strecke. Der Autobahnabschnitt verläuft zwischen dem Maurepas-See und dem Pontchartrain-See. Meteorologen sprachen laut dem Sender CNN von einem „Supernebel“, der am Montagmorgen zwischen den Gemeinden Ruddock und Manchac zum Zeitpunkt der Massenkarambolagen die Sicht stark beeinträchtigt habe.

Der „unglaublich dichte Nebel“ wurde laut Nationalem Wetterdienst durch die Kombination von Nebel und Rauch durch nahe Brände in Feuchtgebieten verursacht. Der „Supernebel“ sei ein besonders dichter Nebel, der sich unter feuchten, rauchigen Bedingungen entwickle und die Sichtweite auf weniger als drei Meter sinken lassen könne, teilte der Nationale Wetterdienst mit.

Es habe sich um verschiedene Unfälle gehandelt, berichtete CNN. Bei einem seien mehrere Lastwagen kollidiert und in Flammen aufgegangen, zitierte der Sender Mike Tregre, den Sheriff von Sankt John the Baptist Parish. Ein Fahrzeug sei über die Leitplanke der Interstate geschoben worden, aber den Insassen scheine es gut zu gehen. Die Rettungsarbeiten würden wohl „eine Weile dauern“.

Waldbrände, Hitze, Trockenheit
Louisiana kämpft seit dem Sommer mit noch nie dagewesenen Waldbränden, extremer Hitze und starker Trockenheit. In 62 Prozent des Bundesstaates herrsche außergewöhnliche Trockenheit, die höchste Kategorie, berichtete CNN. Die Stadt New Orleans teilte mit, der Mangel an Regen in Verbindung mit der extremen Hitze des Sommers habe die Feuchtgebiete ausgetrocknet und den Grundwasserspiegel gesenkt. Ein Feuer, das in bewaldeten Feuchtgebieten überwacht werde, brenne an und unter der Oberfläche.

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