Seglerin Lisa Berger aus Attersee musste auf der 1. Etappe des „Mini-Transat“, einer Regatta, die die Teilnehmer bis in die Karibik führt, wegen eines Defekts ins Wasser. „Das war beängstigend“, sagt die 33-Jährige. Zumal neben Walen auch ein großer Hai gesichtet worden ist.
„Zuerst war ich richtig verzweifelt, es war so frustrierend“, berichtet Lisa Berger der „Krone“ aus La Palma, dem Ziel der 1. Etappe der Regatta „Mini-Transat“. Denn bereits am zweiten Tag des Solo-Segel-Bewerbs stand die 33-Jährige aus Attersee vor einer mentalen Herkulesaufgabe. Aufgrund eines Defekts des Wasserstag, das den Bugspriet nach unten sichert, konnte sie entweder aufgeben, oder für die Reparatur den Gang ins Wasser wagen. Und das mitten auf hoher See und ohne jeglicher Unterstützung.
„Hab‘ einfach funktioniert“
„Es ist das ganz große Rennen, auf das ich mich so lange vorbereitet hatte, da wollte ich nicht aufgeben“, erklärt Berger, warum sie ins Wasser gestiegen ist. „Als ich hineingesprungen bin, hab’ ich noch den Blas zweier großer Wale gehört, das war nicht wirklich motivierend! Ich hab’ aber dann einfach funktioniert, auch wenn es richtig beängstigend war.“ Rund zehn Minuten war sie im Meer, nach insgesamt drei Stunden konnte sie weitersegeln, beendete die Regatta somit aber nur auf Rang 44.
Nächste „Schocknachricht“
Bei der Ankunft gab’s dann die nächste „Schocknachricht“: „Eine andere Skipperin hat mir erzählt, dass sie einen großen Hai gesehen hatte, als ich das Boot reparieren musste!“ Trotz der ganzen mentalen Rückschläge geht Berger aber mit vollem Elan in die am 28. Oktober beginnende große Etappe mit Endziel Karibik.
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