Mo, 10. Dezember 2018

Motiv unklar

05.03.2012 14:59

Bombe neben Regierungssitz in Ankara explodiert

Bei der Explosion einer Bombe im Regierungsviertel der türkischen Hauptstadt Ankara ist am Montag ein Mensch verletzt worden. Nach Behördenangaben detonierte der in einer Plastikflasche versteckte Sprengsatz etwa 20 Meter vom Sitz des Premiers entfernt. In der Nähe des Tatorts befinden sich zudem das oberste Berufungsgericht, mehrere Ministerien sowie das Gebäude des Generalstabs der Armee.

Gouverneur Alaaddin Yüksel sagte, es seien etwa 150 Gramm Sprengstoff benutzt worden. Bei der Detonation wurde ein Mitarbeiter des Berufungsgerichts verletzt. Rund eineinhalb Stunden nach der Explosion begann im Ministerpräsidentenamt eine Kabinettssitzung unter Leitung von Regierungschef Recep Tayyip Erdogan.

Gouverneur Yüksel wollte sich nicht zu möglichen Tätern und Motiven äußern. Laut Medienberichten soll ein etwa 30 bis 35 Jahre alter Mann die in einem Sackerl versteckte Flasche mit der Bombe abgestellt haben.

Verletzte bei Bombenanschlag in Istanbul
Erst in der vergangenen Woche hatten Unbekannte einen Bombenanschlag auf die Polizei in Istanbul verübt und 16 Menschen verletzt (siehe Infobox). Danach hatte Erdogan angedeutet, dass er die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) hinter der Gewalttat vermute.

Nach dem neuen Anschlag vom Montag sagte Kulturminister Ertugrul Günay, offenbar versuchten einige Kräfte, die Spannungen im Land wieder wachsen zu lassen. Eine PKK-Splittergruppe, die "Freiheitsfalken Kurdistans", hatten sich in den vergangenen Jahren zu mehreren Anschlägen in türkischen Metropolen bekannt. Die PKK kämpft seit 1984 gegen den türkischen Staat.

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