CDU liegt klar vorne
Hessen-Wahl: Debakel für SPD-Kandidatin Faeser
Bei der Landtagswahl im deutschen Bundesland Hessen ist die CDU stärkste Kraft geworden. Für die SPD mit der deutschen Innenministerin Nancy Faeser als Spitzenkandidatin zeichnet sich dagegen ein Debakel ab: Sie dürfte laut Hochrechnungen auf Platz 3 landen, die AfD dagegen mit deutlichen Zugewinnen auf Platz 2.
Der ersten ARD-Hochrechung zufolge steigert sich die CDU auf 35,4 Prozent (Wahl 2018: 27). Die SPD steuert mit 15,9 Prozent (19,8) auf ein historisch schlechtes Ergebnis zu. Die mitregierenden Grünen verlieren ebenfalls und landen bei 15,4 Prozent (19,8). Laut den ersten Zahlen liegt die FDP nur knapp bei der Hürde von 5 Prozent (7,5) und muss daher um den Wiedereinzug in den Landtag zittern. Alle Parteien der Ampel-Bundesregierung haben damit Verluste zu verzeichnen.
Plus für die AfD, Linke fliegt aus Parlament
Die AfD gewinnt dagegen deutlich hinzu und kommt auf 16,3 Prozent (2018 waren es 13,1). Dagegen muss die Linke das Landesparlament in Wiesbaden wohl verlassen, sie rutscht ab auf 3,5 Prozent (6,3). Die Freien Wähler kommen auf 3,5 Prozent (3) und verpassen damit wieder den Einzug. Die Wahlbeteiligung wird mit knapp 65 Prozent angegeben - weniger als 2018 mit 67,3 Prozent.
Die CDU erhält laut den Prognosen 45 bis 52 Sitze im Landtag. Die SPD kommt auf 20 bis 23, die Grünen erreichen 19 bis 23 Mandate. Die AfD bekommt 20 bis 26 Sitze, die FDP 6 bis 8. Damit wäre eine Fortsetzung der schwarz-grünen Koalition möglich. Aber auch eine große Koalition aus CDU und SPD hätte eine Mehrheit. Seit knapp 25 Jahren wird Hessen von der CDU regiert, seit fast zehn Jahren gemeinsam mit den Grünen - meist recht harmonisch. Derzeit hat die Koalition eine Mehrheit von nur einem Mandat.
Faeser auch in Berlin angezählt?
Große Aufmerksamkeit hatte die Entscheidung von SPD-Innenministerin Nancy Faeser bekommen, als Spitzenkandidatin die Wahl in Hessen zu bestreiten. Ziel der 53-Jährigen war es, die erste Frau an der Spitze der hessischen Landesregierung zu werden. Nur wenn sie Ministerpräsidentin werde, wolle sie aus Berlin zurück in die Landespolitik wechseln, hatte Faeser vor der Wahl klargestellt. Dieses ehrgeizige Ziel hat sie nun deutlich verfehlt. Auch als Deutschlands Innenministerin könnte Faeser jetzt angezählt sein.







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