Umspannwerke getroffen

Russland: 67 Orte nach Drohnenangriff ohne Strom

Ausland
05.10.2023 09:38
Porträt von krone.at
Von krone.at

Infolge ukrainischer Drohnenangriffe ist in Dutzenden Ortschaften in der westrussischen Region Kursk offiziellen Angaben der Strom ausgefallen. Die Truppen der Ukraine rücken indes im Süden weiter vor und bauen ihre Stellungen in den eroberten Gebieten weiter aus.

Bei den Drohnenangriffen seien Infrastrukturobjekte in den Landkreisen Sudscha, Korenowo und Gluschkowo attackiert worden, teilte der Kursker Gouverneur am Donnerstag auf seinem Telegram-Kanal mit. Alle drei Kreise grenzen an die Ukraine.

Zwei Umspannwerke getroffen
In Sudscha und Gluschkowo sind nach Angaben des Nachrichtenkanals „Shot“ auf Telegram zwei Umspannwerke getroffen worden, wodurch in insgesamt 67 Ortschaften der Strom ausgefallen sei. Starowoit bestätigte die Stromausfälle, ohne konkrete Zahlen zu nennen.

Nach Angaben des Gouverneurs wurde zudem die nahe der Grenze gelegene Stadt Rylsk mit Streumunition beschossen. „Eine Frau hat dabei mittelschwere Splitterverletzungen erlitten, sie wurde ins Kreiskrankenhaus eingeliefert und dort medizinisch versorgt“, schrieb er. Mehrere Häuser, Garagen und Fahrzeuge seien durch die Streumunition beschädigt worden.

Ukraine rückt im Süden weiter vor
Die Ukraine kommt nach eigenen Angaben im Süden weiter voran. „Wir haben westlich von Robotyne einen Teilerfolg erzielt“, sagt der Sprecher der Südgruppe im staatlichen Fernsehen. „In einigen Gebieten sind wir zwischen 100 und 600 Meter vorgerückt.“ Die ukrainischen Truppen würden ihre Stellungen weiter ausbauen. Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte teilt mit, die Truppen hätten russische Angriffe bei Robotyne und Verbove abgewehrt.

Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs haben die russischen Streitkräfte erfolglos versucht, das Gebiet bei Andrijiwka im Osten zurückzuerobern, das die Ukraine im vergangenen Monat zurückerobert hatte. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte die Berichte über die Kämpfe und Gebietsgewinne zunächst nicht unabhängig überprüfen.

USA schicken beschlagnahmte Munition
Die USA haben indes der Ukraine vom Iran beschlagnahmte Munition geschickt. Die Munition sei ursprünglich im Dezember 2022 vom US-Militär im Golf von Oman auf einem Schiff sichergestellt worden, teilten das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (CENTCOM) und das Justizministerium am Mittwoch (Ortszeit) mit.

Russland führt seit 19 Monaten einen Angriffskrieg gegen die Ukraine und beschießt dabei immer wieder mit Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen auch das ukrainische Hinterland. Im Gegenzug klagt auch Moskau über zunehmenden Beschuss seiner Grenzregionen durch die ukrainischen Streitkräfte.

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