Tote und Verletzte
Präsidentenwahl im Jemen von Gewalt überschattet
Erst mit dieser Wahl endet offiziell die Amtszeit von Präsident Saleh, der seit 1978 in Sanaa an der Macht war. Er hatte im November des Vorjahres den Machtverzicht erklärt und war im Jänner in die USA ausgereist. Nach der Wahl sollen die zahlreichen Verwandten, die Saleh als Kommandanten in Armee, Geheimdienst und Polizei eingesetzt hatte, die Sicherheitskräfte verlassen. General Hadi soll allerdings nur für zwei Jahre als Übergangspräsident im Amt bleiben. Danach wird im Jemen erneut gewählt.
Wahl von Gewalt überschattet
Die Wahl am Dienstag war von Gewalt überschattet: Bei Feuergefechten zwischen Sicherheitskräften und politischen Gruppierungen, die zum Wahlboykott aufgerufen hatten, gab es nach Angaben von lokalen Medien und der Polizei mindestens zehn Tote und rund 30 Verletzte.
Insbesondere im Südjemen blieben wegen der Gewalt viele Wahllokale sogar geschlossen. In dieser Region des Landes werden einige Landstriche von Al-Kaida-Terroristen und Anhängern der Separatistenbewegung Al-Herak kontrolliert. Die Separatisten treten für eine erneute Trennung von Nord- und Südjemen ein, die erst 1990 wiedervereinigt wurden.







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