Erstmals seit Jahren

Zahl der Nashörner in Afrika um 5,2% gestiegen

Wissenschaft
22.09.2023 07:07

Auf dem afrikanischen Kontinent sind im Vorjahr, zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt, mehr Nashörner als im Jahr davor festgestellt worden. Wie die Weltnaturschutzunion (IUCN) am Donnerstag bekannt gab, lebten Ende 2022 fast 23.300 Nashörner in Afrika - und damit 5,2 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor.

Demnach stieg sowohl die Zahl der Breitmaulnashörner als auch die der Spitzmaulnashörner wieder an. Michael Knight, Wildtierforscher und Leiter der IUCN-Expertengruppe für Nashörner in Afrika, sprach von einer „guten Nachricht“, dank der die Organisation „zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt wieder aufatmen“ könne.

Schutzmaßnahmen lassen Zahlen wieder steigen
Für die Bilanz kombinierte die IUCN die Schätzungen der Exemplare der Tiere in verschiedenen Ländern. Demnach hätten verschiedene Schutzmaßnahmen dazu geführt, dass die Zahl wieder gestiegen sei.

Bei den Spitzmaulnashörnern betrug der Anstieg im Vorjahr 4,2 Prozent - ihr aktueller Bestand wurde mit 6487 Exemplaren angegeben. Die Zahl der Breitmaulnashörner stieg um 5,6 Prozent auf 16.803 Tiere. Nun sei es wichtig, den positiven Trend „weiter zu festigen (...) und nicht nachzulassen“, sagte Knight.

Wilderei reduzierte weltweiten Bestand stark
Jahrzehntelange Wilderei hat den weltweiten Nashorn-Bestand stark reduziert. Ein Grund für die Jagd ist die hohe Nachfrage nach dem Horn der Tiere als Heilmittel in asiatischen Ländern.

Laut IUCN wurden im Jahr 2022 auf dem gesamten Kontinent mehr als 550 Nashörner von Wilderern getötet, die meisten davon in Südafrika. Fast 80 Prozent aller Nashörner der Welt leben in Südafrika.

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