Die Idee der Abschaffung von Kassabons für Beträge unter 30 Euro findet Anklang, auch bei der Politik. Die „Krone“ hat nachgefragt.
Mehr als 2,8 Milliarden Mal pro Jahr spucken die Kassen in den heimischen Geschäften und Konsumationsbetrieben Belege für Beträge unter 30 Euro aus. Diese seit 1. Jänner 2016 gesetzlich vorgeschriebene Zettelwirtschaft wird nun als klimafeindlich empfunden.
„Nichts außer Berge an Müll“
Denn jetzt fordern - wie berichtet - Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm und Wirtschaftsbund-Generalsekretär Kurt Egger die rasche Abschaffung des Belegzwangs für sogenannte Mini-Einkäufe, denn dieser bringe außer Bergen an Müll nichts, wie es heißt.
Es braucht mehr kluge Maßnahmen mit Hausverstand anstelle von Klimakleber-Aktivismus.
ÖVP-Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm
Was bisher nämlich viel zu wenig bedacht wurde: All diese Rechnungen müssen im Restmüll entsorgt werden, weil sie aus einem chemisch bearbeiteten Material bestehen und dadurch gar nicht als Papier durchgehen.
Etwas, das hilft, Müll zu reduzieren, ist natürlich begrüßenswert. Wir warten auf weitere Vorschläge.
Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne)
Für uns gilt: Klimaschutz mit Hausverstand! Unsere Experten prüfen den Vorschlag schon.
Finanzminister Magnus Brunner (ÖVP)
Positive Resonanz aus der Politik
Nicht nur deswegen findet der Vorstoß bei Umweltministerin Leonore Gewessler positive Resonanz. Sie wartet aber jetzt gespannt auf einen konkreten Vorschlag, der im Detail entsprechend geprüft werden müsse.
Finanzminister Magnus Brunner reagiert per se zurückhaltender, will aber immerhin die „Belegerteilungspflicht weitgehend digitalisieren“ und „Ausdrucke reduzieren“. Vielen ist das zu vage: „Der Zettelzwang gehört rasch in den Papierkorb. Frankreich und Italien haben längst vorgezeigt, wie das geht!“
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