Durch die Implementierung einer eigenen Nachsorgeeinrichtung sollen unnötig lange Spitalsaufenthalte verhindert werden. Das ist zumindest der Wunsch von Sozialdemokratin Manuela Auer.
Manuela Auer von der Vorarlberger SPÖ fordert die Einführung einer eigenen Nachsorgeeinrichtung. Diese soll sich um Patienten und Patientinnen kümmern, sobald sie aus dem Spital entlassen werden: „Patientinnen und Patienten belegen Betten oft länger als geplant, weil es an einer entsprechenden Nachsorge fehlt. In Vorarlberg gibt es derzeit keine Überleitungspflege, die die Lücke zwischen Spitalsaufenthalt und der Rückkehr in die eigenen vier Wände schließt. Es fehlt einfach an den nötigen Betten.“ In der Steiermark, Wien und Salzburg habe man die Dringlichkeit dieses Themas bereits erkannt und unterschiedliche Projekte zur Überleitungspflege ins Leben gerufen. Auer sieht dafür auch in Vorarlberg Bedarf.
Denn viele ältere Menschen seien nach einer Behandlung im Krankenhaus noch nicht in der Lage, ihren Alltag selbständig zu meistern, erklärt Auer: „Es braucht in vielen Fällen die Unterstützung von Familie oder von Fachpersonal wie etwa dem Mobilen Hilfsdienst oder dem Krankenpflegeverein. Für die Organisation dieser Hilfen benötigt man aber eine gewisse Vorlaufzeit. Von heute auf morgen lässt sich eine Nachsorge zuhause nicht organisieren.“
Patientinnen und Patienten belegen Betten oft länger als geplant, weil es an einer entsprechenden Nachsorge fehlt.
Manueala Auer (SPÖ)
Deswegen appelliert sie, eine eigene Infrastruktur auszubauen. Das würde einiges an Druck „aus dem System“ nehmen, meint die Sozialdemokratin. Sowohl Angestellte im Krankenhaus als auch Angehörige von Patienten würden auf diese Art deutlich entlastet werden.
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