Behauptung hält sich

Obama wegen Herkunfts-Debatte vor Gericht geladen

Ausland
24.01.2012 13:14
Die Debatte über den Geburtsort von US-Präsident Barack Obama nimmt einfach kein Ende: Ein Gericht im Bundesstaat Georgia hat den Präsidenten vorgeladen, um seine Herkunft zu klären. Wie am Montag bekannt wurde, hat Richter Michael Malihi einen Antrag von Obamas Anwalt, eine Vorladung für unzulässig zu erklären, verworfen.

Im Zuge der Vorwahlen für die US-Präsidentschaftswahlen im November hatte ein Bürger aus Georgia die wiederholt vorgebrachte Behauptung wieder aufgegriffen, der amtierende Präsident sei nicht in den USA geboren worden und habe damit nicht die Legitimation, dieses Amt auszuüben.

Veröffentlichte Geburtsurkunde reicht immer noch nicht
Mit der Veröffentlichung seiner Geburtsurkunde hatte Obama im vergangenen April versucht, die Behauptungen über eine angebliche Geburt im Ausland aus dem Weg zu räumen. Das Weiße Haus machte damals erstmals eine Kopie der vollständigen Urkunde öffentlich. Aus dem Dokument geht hervor, dass Obama am 4. August 1961 in Honolulu im Bundesstaat Hawaii das Licht der Welt erblickte.

Eine Kurzversion seiner Geburtsurkunde hatte Obama bereits während des Präsidentschaftswahlkampfes 2008 im Internet veröffentlicht. Laut Artikel 2 der Verfassung müssen Präsident und Vizepräsident der USA in dem Land geboren sein.

Wahlkampfteam will Gerichtstermin verhindern
Mit dem Verfahren in Georgia soll geklärt werden, ob Obamas Name bei der Vorwahl im März auf dem Stimmzettel stehen darf. Die Staatsanwältin Orly Taitz sagte, sie rechne damit, dass Obamas Rechtsanwälte ein Erscheinen des Präsidenten vor Gericht verhindern wollen. Dadurch werde aber seine Verletzbarkeit offenkundig. Obamas Wahlkampfteam veröffentlichte eine Erklärung, in der es hieß, die Versuche, ihn persönlich in ein solches Verfahren hineinzuziehen, würden scheitern.

Letztes Urteil bestätigte Hawaii als Geburtsort
Erst im Dezember hatte ein Gericht in San Francisco entschieden, dass es keine Zweifel an der Herkunft Obamas gebe. Die Geburtsurkunde belege nach Ansicht des Gerichtes eindeutig, dass der Präsident auf Hawaii geboren ist (siehe Infobox).

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