Gefunden wurden die etwa zehn Nester im Golden Gate Highlands National Park. Sie stammten von Sauriern der Gattung Massospondylus (Bild 3), die etwa fünf Meter groß wurden und sich auf den Hinterbeinen bewegten. Die Forscher fanden in den Nestern jeweils bis zu 36 runde Eier, viele davon mit Embryos. Auch winzige Saurierfußabdrücke (Bild 2) waren zu sehen. Die Wissenschaftler schlussfolgern, dass die Tiere im Nest blieben, bis sie etwa das Doppelte ihrer Schlupfgröße erreicht hatten.
Hochorganisiertes Brutverhalten
Die Tiere hätten vermutlich in Kolonien gebrütet - das wäre der früheste Zeitpunkt, für den solch ein Verhalten nachgewiesen worden sei, erläutern die Forscher. Die Eier der bis zu sechs Meter langen Muttertiere maßen nur sechs oder sieben Zentimeter. Das spreche dafür, dass das Brutverhalten hochorganisiert war. Zudem hätten die Tiere ihre Eier mit großer Sorgfalt angeordnet.
Massospondylus-Saurier gelten als gut dokumentiert, weil schon Dutzende Skelette gefunden wurden. Sie tauchten demnach vor knapp 200 Millionen Jahren auf und starben etwa 25 Millionen Jahre später aus. Hinweise auf das Brutverhalten hat es bisher aber kaum gegeben.
Auch Fußabdrücke gefunden
"Interessanterweise fanden wir zuerst die Eier, nämlich schon 2005", sagte Robert Reisz, Paläontologe an der University of Toronto Mississauga, der Nachrichtenagentur dpa. "Wir haben das Gebiet dann jahrelang genau erkundet und sind so auf die hochinteressanten Neststrukturen gestoßen, mit neuen Eiern, Embryos und sogar Fußabdrücken von - sagen wir - Babysauriern."
Bild 1 zeigt das Skelett des Massospondylus-Embryos. Der Kopf des Tieres wurde nach dem Tod des Embryos aus der Eierschale getrieben, möglicherweise durch die Bildung von Fäulnisgasen.
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