Schnee in ganz Wien

Wintereinbruch im Osten – aber nur von kurzer Dauer

Wien
17.01.2012 11:26
Lange hat es gedauert, jetzt hat es Mitte Jänner zum ersten Mal in diesem Winter in Wien flächendeckend geschneit. Am Dienstag blieb der Schnee auch teilweise liegen. Während im Osten der Stadt leichte Plusgrade für Matsch sorgten, blieb im Westen - insbesondere im Wienerwald - die weiße Pracht bestehen. Der Winterdienst der MA48 war im Dauereinsatz. Doch schon am Donnerstag ist es mit den Winterfreuden wieder zu Ende: Eine Warmfront mit Regen und plus sieben Grad zieht über die Stadt.

Bereits am Montagabend ab 20 Uhr waren 77 Streufahrzeuge auf den sogenannten A-Touren, also Hauptverkehrswegen, Routen von öffentlichen Verkehrsmitteln oder Zufahrten zu Spitälern, unterwegs. In der Nacht begannen auch 147 Lenker der Straßenreinigung mit ihren Kleinfahrzeugen mit der Räumung, kurze Zeit später wurden sie aufgrund der anhaltenden Schneefälle von 21 Streu- und Räumfahrzeugen der privaten Fuhrwerker zur Betreuung der Hochlagen im Wienerwald unterstützt.

Am Dienstagvormittag standen in Wien bereits 1.276 Einsatzkräfte mit 361 großen und kleinen Streu- und Räumfahrzeugen im Dienst, um das 2.800 Kilometer lange Straßennetz und die Fahrradwege zu säubern sowie die 25.000 Fußgängerübergänge von Schnee zu befreien. Die MA48 ist auch verantwortlich für mehr als 500.000 Laufmeter Gehsteige, Stiegen sowie kombinierten Geh- und Radwege.

200 Mitarbeiter der Wiener Linien im Einsatz
Auch die Schneeräumer der Wiener Linien hatten einen Nachteinsatz. Zusätzlich zum Winterdienst der MA48 befreiten sie mehr als 1.000 Straßenbahn-Haltestellen und 422 Straßenbahn-Gleiskilometer, 226 U-Bahn-Gleiskilometer, 1.113 Straßenbahnweichen, 581 U-Bahnweichen, 101 U-Bahn-Stationen und mehr als 3.200 Bus-Haltestellen vom Schnee. Rund 200 Mitarbeiter der Wiener Linien waren unterwegs.

Durch den Wintereinbruch kam es im Netz der Wiener Linien zu Verzögerungen. Grund dafür waren vor allem Unfälle von Autos, die Busse und Straßenbahnen behindert haben, sowie der allgemein langsamere Verkehrsfluss.

Kein Schneechaos, aber minus 26,2 Grad im Westen
Während es im Osten also schneit und Temperaturen um den Gefrierpunkt herrschen, ist es im Westen extrem kalt. Der absolute Kältepol lag in St. Michael im Salzburger Lungau: Dort zeigte das Thermometer minus 26,2 Grad an. "Die extreme Kälte machte Autofahrern zu schaffen. Allein im Land Salzburg musste der Pannendienst am Dienstag mehr als 420 Mal ausrücken", sagt Gerhard Samek vom ÖAMTC.

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