Mi, 22. August 2018

Appell an die Uno

11.12.2011 18:48

Libyen will endlich an eingefrorene Milliarden ran

Vertreter der libyschen Übergangsregierung haben in einem Brief an die Vereinten Nationen um die Freigabe von eingefrorenen Geldmitteln gebeten. Das Geld werde drei Monate nach dem Ende des Bürgerkriegs dringend für den Wiederaufbau des Landes und die Bezahlung der Angestellten im öffentlichen Dienst benötigt, sagte der libysche Notenbankchef Saddek Omar Elkaber am Sonntag.

Der UNO-Sicherheitsrat hatte nach dem Ausbruch der Revolte gegen den früheren Machthaber Muammar al-Gadafi mehr als 110 Milliarden Euro Auslandsvermögen eingefroren. Auf einen Großteil des Geldes kann die Übergangsregierung noch immer nicht zugreifen, was für Unmut in der neuen libyschen Führung sorgt. "Wir brauchen das Geld, um das Land zu regieren", sagte Elkaber. Der Brief wurde auch vom Chef des Übergangsrats, Abdel Jalil (Bild), unterschrieben.

Bedenken über die Stabilität des Landes wurden in der Nacht zum Sonntag genährt, als es zu Kämpfen zwischen Milizen in der Nähe des Flughafens von Tripolis kam. Der Konvoi des Milizenführers Kalifa Haftar habe sich geweigert, an einem Kontrollpunkt anzuhalten, daraufhin sei es zu einem Schusswechsel gekommen, sagte ein Oberst der Hamsa-Miliz, die den Kontrollpunkt überwacht. Zwei Soldaten seien bei der Auseinandersetzung verletzt worden. Ein Militärsprecher des Übergangsrats sagte, das Problem sei geklärt, und es gebe keine politischen Konflikt.

Noch immer gibt es zahlreiche Milizen in Libyen. Die Übergangsregierung fordert deren Auflösung zugunsten einer nationalen Armee und Polizei. Diese sind jedoch noch im Entstehen und es gibt keine Einigkeit, wer die Schlüsselpositionen übernehmen soll.

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