Neue Einschätzung
In Europa und USA: Agentur stuft 15 Großbanken herab
Standard & Poor's begründete den Rundumschlag mit neuen Bewertungskriterien, bei denen die Ratingagentur ein stärkeres Gewicht auf die Krisenfestigkeit der Geldhäuser legt. Bei der nun veröffentlichten Rating-Aktualisierung blieben 20 Bewertungen unverändert, zwei wurden erhöht.
Obwohl die Revision bereits vor mehr als einem Jahr angekündigt wurde, trifft die am Dienstag bekannt gegebene Herabstufung die 15 betroffenen Institute hart - für sie dürfte es nun teurer werden, frisches Kapital aufzunehmen. Denn Investoren lassen sich ein höheres Risiko, dass sie ihr Geld verlieren könnten, mit höheren Zinsen bezahlen.
Zu den um jeweils eine Stufe herabgesetzten Häusern gehörten unter anderem JPMorgan Chase, Bank of America, Citigroup, Wells Fargo, Goldman Sachs, Morgan Stanley, Barclays, HSBC und die Schweizer Großbank UBS.
Druck auf Ratingagenturen wächst
Standard & Poor's und die Rivalen Moody's und Fitch haben sich in jüngster Zeit den Zorn der europäischen Politiker zugezogen: Inmitten der Schuldenkrise hatten sie die Kreditwürdigkeit von Problemstaaten wie Griechenland immer weiter herabgestuft und damit den finanziellen Druck auf die Länder noch erhöht. Die EU will die Ratingagenturen nun per Gesetz an die Kandare nehmen.




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