Kurz zur Vorgeschichte: Am 28. Oktober 2010 hatte sich der damalige ärztliche Leiter des Klinikums, Matthias Angrés, in einer Betriebsversammlung der Ärzte kritisch über Kabeg-Chefin Ines Manegold geäußert. Die feuerte ihn fristlos. Angrés ging vor Gericht, dort verglichen sich die beiden Streitparteien im Jänner 2011 (siehe Infobox).
Vorsorglich einen Informanten entsandt
Seither wird gemunkelt, der teure Vergleich sei von der Kabeg betrieben worden, um die für Manegold höchst peinliche Aussage zweier hochrangiger Pro-Angrés-Zeugen zu verhindern. Nun scheinen die Gerüchte bewiesen: In einem Sitzungsprotokoll, das die Unterschriften von Primarius Georg Pinter und Ex-LKH-Direktor Herwig Wetzlinger trägt, ist zu lesen: "Manegold führt aus, dass sie vorsorglich einen Informanten entsandt hat, welcher ein Wortprotokoll erstellt hat."
Etwas, das die Kabeg-Chefin stets bestritten hat, wie in Internetarchiven dutzendfach nachzulesen ist. Das nun aufgetauchte Protokoll der Sitzung, die wenige Stunden nach der Betriebsversammlung stattgefunden hat, kommentiert Manegold lediglich mit den Worten: "Ich stelle fest, dass es sich um eine verfälschte Wiedergabe handelt."
Zentralbetriebsrat: "Mit ihr keine Zusammenarbeit möglich"
Herwig Wetzlinger hingegen bestätigt: "Ich kann nur sagen, es gibt ein Protokoll über diese Sitzung. Das liegt bei meinem Rechtsanwalt." Ärztekammer-Chef Othmar Haas ist weniger zurückhaltend: "Das Protokoll, das auch mir zugesandt wurde, ist glaubwürdig. Manegold ist nicht mehr tragbar!" Ähnlich die Reaktion von LKH-Zentralbetriebsrat Arnold Auer: "Es muss sofort der Expertenrat tagen. Dort hat Manegold auch stets behauptet, sie wisse von nichts. Mit ihr ist keine Zusammenarbeit mehr möglich."
Interessant wird die Reaktion von FPK-Aufsichtsratschef Kurt Scheuch. Dieser hatte mehrmals betont, der Aussage Ines Manegolds, nichts von einem Spitzel zu wissen, völliges Vertrauen zu schenken.









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