Noch immer sitzt der Schock nach dem tödlichen Unglück bei einem Badeausflug im Burgenland tief. Während der 38-jährige Vater im Außenbereich der Sonnentherme im Burgenland rauchen war, ertrank seine Tochter Dunija (5) im Wildbachbecken - der Wiener muss sich nun dafür vor Gericht verantworten.
„Mein Mandant ist tief gebrochen und wird sich diesen Fehler nie verzeihen können“, sagt Rechtsanwalt Manfred Arbacher-Stöger. Er vertritt den Vater von Dunija. Die Fünfjährige ertrank am 4. März in der Sonnentherme Lutzmannsburg, nachdem sie ins Wildbachbecken gesprungen ist.
Laut Strafantrag hielt sich Dunijas Papa über 20 Minuten lang im Thermenrestaurant und dem Außenbereich auf, obwohl er wusste, dass seine kleine Tochter nicht schwimmen konnte. In diesen Minuten kam es zur Tragödie: Das Mädchen sprang unbeaufsichtigt ins Wasser.
Wenige Minuten später zog ein Besucher Dunija aus dem Wasser, ein Helfer alarmierte die Badeaufsicht und die Rettungskette war im Gang. Allerdings kam für das Mädchen jede Hilfe zu spät.
Umfeld beschreibt ihn als liebevollen Vater
Der Mann, der im öffentlichen Dienst arbeitet, ist laut Bekannten ein liebevoller Vater, der jedes Wochenende etwas mit seinen Mädchen unternommen und sich liebevoll um sie gekümmert hat. Von Dunijas trauernder Mutter lebt der Angeklagte getrennt.
Ermittlungen gegen Bademeister eingestellt
Eingestellt wurden indes die Ermittlungen gegen den diensthabenden Bademeister und einen Thermen-Verantwortlichen. Sie haben ihre Sorgfaltspflicht nicht verletzt.
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