Einstige BA-Zentrale

Feuer in Wiener Innenstadt - 100 Mann im Einsatz

Wien
18.11.2011 10:45
Aus noch ungeklärter Ursache ist am Freitag gegen 3 Uhr früh an der Baustelle bei der ehemaligen Bank-Austria-Zentrale Am Hof im ersten Wiener Gemeindebezirk ein Brand ausgebrochen. Mehr als 100 Mann waren bei den Löscharbeiten im Einsatz, der Brand konnte gegen 6 Uhr unter Kontrolle gebracht werden. Das Gebäude wurde durch die Flammen schwer beschädigt, es gibt keine Verletzten.

Das historische Bankgebäude am Hof, in der sich der Brand gegen 3 Uhr früh entwickelt hatte, ist seit längerer Zeit eine Baustelle. Als die Feuerwehr anrückte, züngelten Flammen erst aus einem Fenster, "die Durchzündung" sei jedoch gewaltig gewesen, schilderte der erstangekommene Bereitschaftsoffizier Christian Feiler. Binnen kürzester Zeit brannte es aus allen Fenstern.

"Feuerwehrleute aus der halben Stadt unterwegs"
Die Einsatzkräfte riefen zunächst Alarmstufe 3 aus und bekämpften die Flammen über Stunden. Gegen 7 Uhr konnte "bis auf Glutnester Brand aus" gegeben werden, wie die Feuerwehr berichtete. Bis zu diesem Zeitpunkt waren etwa 30 Fahrzeuge sowie mehr als 100 Mann im Einsatz. "In der Größenordnung sind bereits Feuerwehrleute aus der halben Stadt unterwegs", so Feiler.

Um etwa 7.30 Uhr wurde auf Alarmstufe 2 zur Durchführung der Aufräum- und Nachlöscharbeiten reduziert, um 10.45 Uhr der Alarm gänzlich aufgehoben. Das Ablöschen der Glutnester dürfte noch bis Samstag notwendig sei, sagte Einsatzleiter Rainer Haslinger.

Historischer Festsaal wurde völlig zerstört
Das Gebäude sei schwer in Mitleidenschaft gezogen worden, sagte Haslinger, so wurde der historische Festsaal im ersten Stock durch den Brand völlig zerstört. In Folge des Feuers seien zudem statische Probleme aufgetaucht, deren Ausgang noch unklar sei. So bestehe die Gefahr, dass die Decke über dem historischen und denkmalgeschützten Kassensaal einstürze und dieser völlig zerstört werde. Bis auf Statiker und Brandbekämpfer darf derzeit niemand das Gebäude betreten.

Schäden entstanden auch in angrenzenden Gebäuden. Zwar wurde die Kirche Am Hof vor einem Übergriff der Flammen bewahrt, ein Teil des Kirchenkomplexes, der zur ehemaligen Bank gehört, sowie das dahinterliegende Konventsgebäude der Schulschwestern von Sarajevo in der Seitzergasse wurden dennoch in Mitleidenschaft gezogen - Fensterscheiben barsten und Fensterstöcke wurden beschädigt.

Der Platz Am Hof wurde abgesperrt, wiewohl sich trotz der Uhrzeit zahlreiche Schaulustige versammelten, um die verrußte Fassade der früheren Bankzentrale zu inspizieren, aus der immer wieder weiße Dampfwolken von verdunstetem Löschwasser stiegen.

Rauch war bereits im Stiegenhaus der Feuerwehr zu riechen
Für die Feuerwehr bedeutete der Einsatz diesmal einen besonders kurzen Weg - das Gebäude befindet sich schräg gegenüber. Trotzdem wurde er mit dem Löschwagen zurückgelegt, wie Feiler betonte. "Der Zeitverlust wäre zu groß, zuerst zu Fuß hinüberzugehen, nachzuschauen und dann die Ausrüstung zu holen."

Der Brandrat, der sich in seinem Bereitschaftsbett in der Hauptfeuerwache befand, roch den Rauch bereits im eigenen Stiegenhaus, als er zum Einsatzfahrzeug lief, wo blitzschnell die routinemäßigen Handgriffe bis zum Ausfahren folgten.

Die Immobilie, die die einstige Länderbankzentrale war und später eine der Zentralen der Bank Austria beheimatete, war bereits 2008 veräußert worden. Käufer war die Signa-Gruppe des Investors Rene Benko, der eine Luxusshoppingmeile errichten will.

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