Druck lastet auf den Milchbauern! Die Molkereien geben ihnen die Preise weiter, die der Handel diktiert. Der heutige Weltmilchtag soll auf ihre Situation aufmerksam machen.
Christian Gumpinger lebt auf dem Erentrudishof in Salzburg mit 38 Milchkühen. 180.000 Liter Milch geben sie im Jahr. „Die Molkerei gibt uns den Preis vor“, sagt er. 57 Cent brutto bekommt er für einen Liter Bio-Milch. „Wir sind dem ausgeliefert und können nichts dagegen tun.“ Drei große Molkereien gibt es im Land. Von ihnen sind die Milchbauern abhängig, um ihre Milch zu verkaufen.
Den Preis bestimmt allerdings der Handel. Die Molkerei Pinzgau Milch bezieht die Bio-Milch derzeit für knapp 51 Cent netto pro Liter von über 1000 Landwirten. Mit ihnen hat das Unternehmen Verträge, in denen die gelieferte Menge und der Preis fixiert sind. Der Preis wird pro Quartal festgelegt – die Landwirte können sich nicht mal auf ein festes Einkommen mit ihrer Milch verlassen.
Franz Huber vom Bauernhof Neubauer in Salzburg kann seinen Liter Milch momentan für 54 Cent netto verkaufen. Das sind sechs Cent weniger als noch Anfang des Jahres. „Das war aber auch der Höchstpreis“, sagt Huber. „Das gab es vorher nie.“ Weil alles teurer war, zogen auch die Preise für die Milch an. Am Ende steht für die Landwirte trotzdem kein Plus: „Die Strom- und Reparaturkosten sind so hoch, dass ich davon nichts habe“, sagt Gumpinger vom Erentrudishof. Der Preisdruck lastet also weiter auf den Milchbauern.









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