Nach längerem Schweigen meldet sich Tirols WK-Präsident Christoph Walser zur Debatte um die Stromkosten zu Wort und fordert eine Senkung. Doch nicht nur das. Auch bei den Landes- und Kommunalgebühren ortet der WK-Chef einen Hebel im Kampf gegen die Teuerung.
„Walser, sonst bekannt, selbst dem Landeshauptmann alles Mögliche über die Presse mitzuteilen, schweigt, während die Wirtschaft leidet“, kritisierten die Neos den WK-Boss in der Strompreis-Debatte. Diese Kritik hat ihn offenbar wachgerüttelt. Am Dienstag teilte Christoph Walser mit, dass die Politik zwar „mit einer Reihe von indirekten Maßnahmen mit mäßiger Wirkung die Inflation bekämpft“, jedoch werde auf direkt zur Verfügung stehende Mittel vergessen.
Die Energieversorger im öffentlichen Eigentum müssen die Strompreise bei Kleinunternehmen und Haushalten wieder senken!
Christoph Walser
Auch Landes- und Kommunalgebühren im Visier
Einerseits nennt der WK-Chef die Strompreise. Während Großkunden von geringeren Börsen-Preisen bei Strom und Gas profitieren würden, „haben Kleinverbraucher diese Option nicht“. Die Energieversorger in öffentlichem Eigentum seien aufgefordert, „ihre Eigentümerrolle wahrzunehmen und dafür zu sorgen, dass Preise bei Kleinunternehmen und Haushalten mit einem Jahresverbrauch unter 100.000 kWh gesenkt werden“.
Andererseits nennt Walser die Landes- und Kommunalgebühren. So sei etwa die Tourismusabgabe bei vielen Betrieben um 40 Prozent erhöht worden. Er fordert einen generellen Erhöhungsstopp bis einschließlich 2024.
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