Kämpfe ausgebrochen
Sabotagetrupps in russischer Grenzregion aktiv
Während die angekündigte ukrainische Frühlingsoffensive zur Befreiung des Landes von den russische Besatzern nach wie vor auf sich warten lässt, haben sich am Montag die Ereignisse in der russischen Grenzregion Belgorod überschlagen. Offenbar sind Kämpfe zwischen zwei aus der Ukraine eingesickerten Sabotagetrupps und russischen Sicherheitskräften ausgebrochen.
In sozialen Medien gab es bereits in den Morgenstunden Berichte über den Beschuss grenznaher Orte. Beschossen werde auch der Grenzübergang, hieß es. Auch Aufnahmen von einem Panzer, der einen russischen Kontrollpunkt passiert, wurden gepostet. Der zuständige Gouverneur, Wjatscheslaw Gladkow, hatte dies zunächst als „Desinformationskampagne“ und „Panikmache“ zurückgewiesen.
Kreml: Kampf gegen Sabotagetrupp
Wenig später hieß es aber: „Ein Spionage- und Sabotagetrupp ist in das Gebiet des Landkreises Graiworon eingedrungen“. Der Kreml hat die Information mittlerweile ebenfalls bestätigt. Laut Kremlsprecher Dmitri Peskow wurde der „Sabotagetrupp“ bekämpft.
Kiew berichtete ebenfalls über Kämpfe in Belgorod. Die ausschließlich aus russischen Staatsbürgern bestehenden Einheiten „Russisches Freiwilligenkorps“ und „Legion Freiheit Russlands“ hätten „eine Operation zur Befreiung des Gebiets Belgorod vom sogenannten Putin-Regime begonnen“, sagte Militärgeheimdienstsprecher Andrij Jussow im ukrainischen Fernsehen.
„Russland wird schon bald befreit sein“
In einem Video, welches vom „Russischen Freiwilligenkorps“ stammen soll, sieht man eine Gruppe von bewaffneten und maskierten Männern, die behaupten: „Kämpfer des ,Russischen Freiwilligenkorps‘ haben die russische Grenze wieder überschritten. Russland wird schon bald befreit sein.“ Mychailo Podoljak, ein prominenter Berater von Präsident Wolodymyr Selenskyj, betonte, dass Kiew nichts mit den Operationen in Belgorod zu tun habe. Es handle sich um russische Staatsbürger.
Gegenoffensive in Kürze erwartet
Militärexperten erwarten in Kürze den Beginn der lang angekündigten ukrainischen Gegenoffensive. Im Vorfeld haben sich dazu Anschläge auf Infrastrukturobjekte in den von Russland besetzten Gebieten der Ukraine, aber auch in den grenznahen Regionen Russlands gehäuft. Damit soll der Nachschub der russischen Streitkräfte erschwert werden.







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