Im „Strukturplan Pflege“ wurden vom Land Tirol die Eckpfeiler der nächsten zehn Jahre definiert. Gesundheits-Landesrätin Cornelia Hagele (ÖVP) bemüht sich zurzeit um die Feinabstimmung in den Bezirken. In Imst scheinen die Ziele, gerade was das Betreute Wohnen anbelangt, schon sehr hoch angesetzt.
Bezirkshauptfrau Eva Loidhold und der Ötztaler Planungsverbandsobmann Hansjörg Falkner waren sich beim Besuch von Gesundheits-Landesrätin Cornelia Hagele am Montag einig: Die Pflege im Bezirk Imst ist grundsätzlich gut aufgestellt.
Den Herausforderungen der Zukunft möchte man im Land mit dem „Strukturplan Pflege“ begegnen, der die Rahmenbedingungen der nächsten zehn Jahre definiert. „Das Wichtigste ist allerdings die enge Zusammenarbeit mit den Planungsverbänden“, betonte Hagele, „diese wissen am besten, was vor Ort gebraucht wird.“ Im Rahmen der Bürgermeisterkonferenz wurden die bezirksrelevanten Inhalte bereits vorgestellt.
Wir müssen in der Pflege alternative Versorgungsformen forcieren
Gesundheits-Landesrätin Cornelia Hagele
Baulich kein Handlungsbedarf
Aktuell betreuen rund 490 Pflege- und Betreuungskräfte im Bezirk Imst rund 1500 Menschen stationär und mobil in den zehn Alten- und Pflegeheimen sowie in sieben weiteren Pflege- und Betreuungsorganisationen. In der stationären Pflege stehen derzeit 495 Langzeit- und Kurzzeitpflegeplätze zur Verfügung. Nach der Fertigstellung des im Bau befindlichen Pflegeheimes Gurgltal in Imst steigt die Bettenzahl für die stationäre Pflege ohnehin. Im baulichen Bereich werden also keine Notwendigkeiten gesehen.
Tagespflege und Betreutes Wohnen wachsen eklatant
„Wir müssen alternative Versorgungsformen forcieren“, ortete die Landesrätin den anzusetzenden Hebel, „deshalb soll vor allem der Bereich der flexiblen, teilstationären Pflege ausgebaut werden.“ Die konkreten Ziele klingen durchaus ehrgeizig: In der Tagespflege, mit der pflegende Angehörige entlastet werden, sollen die bestehenden 50 Plätze mit weiteren 53 in den nächsten zehn Jahren mehr als verdoppelt werden.
Die 18 Plätze im Bereich Betreutes Wohnen sollen sich mit insgesamt 72 zusätzlichen gar verfünffachen. Allen ist natürlich bewusst, dass Plätze wenig nützen, wenn die Pflegekräfte fehlen. Deshalb müsse man die Möglichkeiten in der Kinderbetreuung ausbauen und die Ausbildung permanent weiterentwickeln. Derzeit absolvieren etwa 73 SchülerInnen die Ausbildung zur Pflegeassistenz an der Landwirtschaftlichen Schule Imst (LLA). Für LR Hagele gibt es eine oberste Prämisse: „Die Pflege muss flexibler werden!“
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