Energiekonzern erwirbt Windkraftanlagen auf der Steinberger Alpe und bei Lavamünd im Lavanttal vom Unternehmen ECOwind. Dort wird bereits seit dem Sommer des Vorjahres grüner Strom produziert.
Das ist ein Meilenstein in der Geschichte der Kelag, die heuer ihr 100-Jahr-Jubiläum feiert: Der Stromanbieter steigt in die Windkraftnutzung in Kärnten ein. Der Konzern erwirbt acht Windräder im Lavanttal vom Unternehmen ECOwind, eine Tochtergesellschaft der BayWa r.e. „Wir freuen uns, das Windkraftprojekt Steinberger Alpe und Soboth an unseren langjährigen Partner zu veräußern“, sagt ECOwind-Geschäftsführer Johann Janker. Österreich will sich ja bis 2030 zu 100 Prozent mit eigenem Ökostrom versorgen und gehört somit zu den Vorreitern in Europa. Janker: „Mit diesen und weiteren Projekten wollen wir dazu beitragen, die Klimaziele zu erreichen.“
Kelag-Vorstand Danny Güthlein: „Mit dem Kauf gelingt uns auch zuhause der Einstieg in die Windkraftnutzung. Bisher haben wir nur im Burgenland und in Südosteuropa Windkraftanlagen.“ Mit dem Erwerb der Lavanttaler Anlagen wächst die Jahreserzeugung aus Windkraft auf rund 130 Millionen Kilowattstunden. Dazu kommen 140 Millionen kWh aus Windkraftanlagen in Südosteuropa. Windkraft sei ein wichtiges Element der Energiewende.
Daher werde an weiteren Windkraftprojekten gearbeitet. Kelag-Vorstand Reinhard Draxler: „Mit dem Bau weiterer Anlagen können wir gegensteuern, die Unabhängigkeit in der Energieversorgung stärken und fossile durch erneuerbare Energie ersetzen.“ Weitere Behördenverfahren in St. Georgen und in Reichenfels sowie im Dreiländereck Kärnten, Steiermark, Slowenien seien im Laufen. Güthlein: „Klimaschutz macht nicht an den Grenzen Halt.“ Die Windkraftanlagen - zwei auf der Soboth und sechs auf der Steinberger Alpe - erzeugen jährlich 60 Millionen kWh Strom. Das ist der Jahresbedarf von 17.000 Haushalten. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
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