Die „Krone“ besuchte Marco Schwarz in seiner Heimat – wo der Ski-Star ab sofort als Namensgeber eines „Mountainbike-Trails“ fungiert. Außerdem sprach der Kärntner, der über den Sommer ordentlich an Muskelmasse zugelegt hat, über seine bisherige Vorbereitung und das Thema Slalom-Zukunft.
„Ich habe mich“, grinst Marco Schwarz, „gleich einmal verfahren – jetzt warte ich noch auf die Beschilderung, aber sonst ist er sehr cool. Mit Sprüngen, die ich mir auch zutraue.“ Womit er den neuen, rund eine viertel Million Euro teuren und etwa vier Kilometer langen Mountainbike-Trail auf 1.340 Metern, hoch oben über Bad Kleinkirchheim, meint. Der morgen feierlich eröffnet wird, den Namen „Marco Schwarz Trail“ tragen wird. „Das ist eine große Ehre für mich“, grinst der 31-Jährige, der gestern beim „Krone“-Termin erstmals Probe fuhr. Und stolz ist: „Ich habe hier in Bad Kleinkirchheim das Skifahren gelernt, cool, wenn die Verbindung weiter vertieft wird.“ Wie er es anlegen wird? „Mit Hirn und Vernunft – aber es darf ruhig schnell dahingehen.“
Wie auf der Skipiste. In weniger als zwei Monaten startet die neue Saison in Sölden. Womit nun die heiße Phase der Vorbereitung beginnt: „Ich bin sehr gut durch die letzten Wochen gekommen, schmerzfrei, fühle mich so fit wie vor meinen Verletzungen“, meint „Blacky“. Der auch optisch einen Wandel vollzogen hat, merklich mehr Muskelmasse mit sich herumträgt: „Das war das Ziel, ich bin sicher zwei Kilo schwerer als letztes Jahr zu dem Zeitpunkt“, meint der aktuelle 92-Kilo-Mann.
Langer Prozess
Ob das gleichzeitig ein Zeichen ist, dass er nächste Saison mehr Abfahrt fahren wird? „Schauen wir“, grinste Marco, lässt sich in Sachen Zukunftsplänen – also Slalom ja oder nein – nicht aus der Reserve locken. „Ich habe einen relativ klaren Plan, aber ich will noch das Trainingslager in Chile abwarten. Dieser Prozess hat mich den ganzen Sommer begleitet, es ist ein Pro und Contra, keine einfache Entscheidung. Aber wenn ich mich dann final entschieden habe, werde ich dazu stehen, ist es endgültig.“
Der Hauptfokus, das ist klar, bleibt ohnehin auf Super-G und Riesentorlauf – in den beiden Disziplinen feierte er im Vorjahr Siege. Ansonsten war der vergangene Winter eine Achterbahnfahrt. „Weil ich keine klare Linie hatte, mich der Slalom beschäftigt hat – und ich mir zum Beispiel die Frage gestellt habe, ob es das letzte Mal am Ganslernhang war. Oder mein letztes Nightrace. Solche Fragen sollten während der Saison aber keinen Platz haben.“
Am Samstag geht es für „Blacky“ zusammen mit Lukas Feurstein ins chilenische El Colorado. Wo er Ski für alle Disziplinen einpacken wird. Und neben einem Kopfpolster für den Flieger auch seine eigene Filter-Kaffeemaschine („ich trinke zwei bis vier Kaffee am Tag“). Die Vorfreude auf Schnee ist jedenfalls groß: „Außer drei Tage ins Saas Fee war heuer noch nicht viel, die Bedingungen vor Ort sollen auch super sein“, nickt Schwarz.
Der in der kommenden Saison mit neuem Servicemann – Kim Erlandsson hörte nach acht Jahren auf, Roman Steiner-Holzmann übernimmt – bestreitet. Und hohen Zielen: „In erster Linie will ich konstanter werden, zählen für mich vor allem Siege und Podestplätze.“ Das Highlight ist die WM im Februar in Crans Montana. Den Berg gingen „Blacky“ und seine Kollegen zuletzt zu Fuß rauf, die Vorfreude ist groß: „Klar will ich dort wieder um die Medaillen mitfighten.“ Deren sieben hat Schwarz schon in seinem Vitrinenschrank liegen.
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