30 statt 50: Gemeinden in Kärnten stellen sich hinter eine Initiative des VCÖ (Verkehrsclub Österreich), die den Kommunen mehr Spielraum bei der Verordnung ermöglichen soll.
Breite, gerade Straßen, die zum Schnellfahren einladen: Die Verkehrsplanung der letzten Jahrzehnte gilt als überholt. Gemeinden wollen mehr Lebensqualität schaffen, kämpfen aber oft vergeblich um eine Verkehrsberuhigung bei Schulen, in Ortszentren oder in Wohngebieten. Mit einer Initiative versucht der VCÖ gemeinsam mit den Kommunen eine Änderung der Straßenverkehrsordnung zu erwirken. „30 statt 50 trägt maßgeblich zur Verkehrssicherheit bei. Zudem sinken Lärm- und Schadstoffbelastung“, erklärt VCÖ-Expertin Lina Mosshammer.
Gemeinden dafür und dagegen
In den Kärntner Gemeinden findet das große Zustimmung. „Ich finde die Idee gut, da wir schon lange um Verkehrsberuhigung kämpfen“, so Günther Vallant, Gemeindebundpräsident und Bürgermeister von Frantschach-St. Gertraud. Die Stadt St. Andrä hat sich mit einer Resolution bereits der Initiative angeschlossen. „Täglich rollen 10.000 Fahrzeuge durch unseren Ort. Die Lage ist wirklich prekär“, schildert Amtsleiter Robert Astner. „Eine Reduktion von 20 Stundenkilometern erhöht die Sicherheit und reduziert den Lärm“, erklärt Maria Knauder, Bürgermeisterin St. Andrä/Lav.
Spittals Bürgermeister Gerhard Köfer meint: „Eine generelle 30 km/h-Beschränkung wird eher zur reinen Schikane für Autofahrer. Sinn macht sie an neuralgischen Punkten, wie Kindergärten, Schulen, Altersheimen, Krankenhäusern oder Engstellen.“
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