„Aus Luft gegriffen“
Kreml streitet Zahlen zu Verlusten in Ukraine ab
Die Angaben, wie viele Soldaten bereits im Angriffskrieg auf die Ukraine ihr Leben lassen mussten, gehen weit auseinander. Alleine seit Dezember sollen 100.000 Russen laut US-Informationen verwundet oder getötet worden sein. Der Kreml streitet dies jedoch vehement ab.
„Absolut aus der Luft gegriffen“, kommentierte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Dienstag der Nachrichtenagentur Interfax zufolge eine auf US-Geheimdienstinformationen beruhende Schätzung. „Washington hat keine Möglichkeit, irgendwelche konkreten Zahlen zu nennen, sie verfügen nicht über diese Informationen.“
Russland verweist auf eigene Informationen
Ein Vertreter des Weißen Hauses, John Kirby, hatte in einem Briefing am Montag die Zahl der in der Ukraine gefallenen und verletzten russischen Soldaten allein seit Dezember auf 100.000 taxiert.
Peskow riet stattdessen dazu, „sich an den Zahlen zu orientieren, die das Verteidigungsministerium Russlands rechtzeitig veröffentlicht.“
Zahlen aus Kreml wohl weit untertrieben
Verteidigungsminister Sergej Schoigu hatte zuletzt im vergangenen September von 5937 Gefallenen auf russischer Seite gesprochen. Ein Sprecher der moskautreuen Verwaltung in Donezk bestätigte im November zudem noch den Tod von 3930 Kämpfern aus dieser Region, die wohl nicht in die Statistik Schoigus eingeflossen sind.
Insgesamt gelten diese Angaben jedoch bei Experten als weit untertrieben. Auch die Ukraine veröffentlicht kaum belastbare Informationen zu den Opfern in den eigenen Reihen.














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