Schafe gerissen

Elektro-Zaun bedeutete für Wolf kein Hindernis

Oberösterreich
28.04.2023 09:00

Zwei Schafe wurden im Gehege eines Züchters in der Mondseegemeinde Tiefgraben (OÖ) gerissen. Laut einer aktueller DNA-Analyse war ein Isegrim der Täter.

Es war eindeutig ein Wolf, der am 5. April in Tiefgraben ein Altschaf und ein Lamm gerissen hatte. „Die DNA-Analyse hat das nun bestätigt“, sagt der oö. Wolfs- und Herdenschutzbeauftragte Wolf-Dietrich Schlemper. Der Beutegreifer dürfte in den Nachtstunden zugeschlagen haben. Denn als der Schafzüchter am Morgen bei seiner Herde nachschaute, fand er ein totes und ein lebensgefährlich verletztes Tier, das eingeschläfert werden musste.

Gängige Sicherheitsstandards
Dem Besitzer sei laut Schlemper bezüglich Schutzmaßnahmen nichts vorzuwerfen. „Er hat seine Herde in einem Zaun gehalten, der den gängigen Sicherheitsstandards entspricht und auch unter Strom gestanden ist“, so der Experte.

Schlau und lernfähig
Doch der Wolf von Tiefgraben dürfte inzwischen längst gelernt haben, auch solche Hürden zu überwinden. „Er muss drübergesprungen sein. Denn hätte er vorher einen Stromschlag auf die Schnauze bekommen, wäre er sicher geflüchtet“, betont Schlemper.

In Oberösterreich soll es derzeit etwa 25 Wölfe geben. Zwölf Schafe wurden bisher gerissen. 2022 waren es im gesamten Jahr nur zwei getötete Schafe, die auf das Konto eines Isegrims gegangen sind.

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