„Ist meine Pflicht“
Holocaust-Gedenktag: Hoher Besuch aus dem Iran
Die Menschen in Israel haben am Dienstag der sechs Millionen im Holocaust ermordeten Juden gedacht. Landesweit heulten am Vormittag zwei Minuten lang die Sirenen. Unterdessen drohte Irans Führung mit der Zerstörung Israels. Der ehemalige Kronprinz des Iran, der sich zu einem Besuch beim „Erzfeind“ eingefunden hatte, hingegen betonte: „Das Regime in Teheran repräsentiert nicht die Menschen des Iran.“
Der im US-Exil lebende Iraner wurde von der israelischen Geheimdienstministerin Gila Gamliel begleitet, die von einem „historischen Besuch“ sprach. Pahlavi sei die „ranghöchste iranische Persönlichkeit, die Israel jemals einen öffentlichen Besuch“ abgestattet habe. Am Dienstag besuchte Pahlavi die Klagemauer in Jerusalem.
„Biblische Beziehungen“ zwischen Israel und Iran
Pahlavi unterstrich die „biblischen Beziehungen“ der beiden Länder. Weil das Mullah-Regime, das heute im Iran herrscht, den Holocaust leugne, „ist es meine Pflicht, heute hier zu sein“, erklärte der Staatsgast, der im Laufe des Tages auch Preimer Benjamin Netanyahu, Präsident Yitzhak Herzog und andere hochrangige Regierungsmitglieder traf.
Neben den politischen hat Pahlavi auch praktische Ziele, die er mit seinem Besuch erreichen will. Der 62-Jährige möchte auch Experten der Wassertechnologie treffen, um womöglich Lösungsideen für Irans Wasserknappheit zu bekommen. Drei Viertel der Landesfläche gelten als trockene Region. Besonders betroffen ist unter anderem die Stadt Isfahan.
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