Tipp 1 – Richtig anstellen
Das korrekte Verhalten beginnt schon vor dem Lift. Siehst du bereits mehrere Menschen warten, dann dränge dich nicht vor, sondern stelle dich hinten an. Ist dieser Lift voll, dann musst du auf den nächsten warten. Generell gilt beim Einsteigen: erst die Dame, dann der Herr – erst der Chef, dann der Angestellte. Und natürlich: vorm Einsteigen Aussteigen lassen. Beim Einsteigen bzw. Zusteigen in einen besetzten Lift solltest du kurz und freundlich grüßen.
Tipp 2 – In welchen Stock, bitte?
Generell drückt jeder Einsteigende selbst beim Bedientableau, in welchen Stock er möchte. Ist dies aufgrund des Gedränges nicht mehr möglich, dann drückt derjenige, der am nächsten steht. Steigst du in einen vollen Lift zu, dann sage zu dieser Person zum Beispiel "Ich müsste bitte in den dritten Stock – danke!". Stehst du selbst am nächsten, kannst du Zusteigende durchaus fragen, wohin sie müssen. Hat sich jemand verwählt, und der volle Lift hält in einem Stock, wo offenbar niemand ein- oder aussteigen möchte, dann drücke die "Tür schließen"-Taste, damit es schnell wieder weitergeht.
Tipp 3 – Blickrichtung
Normalerweise steht man als Liftfahrer mit dem Rücken zur Wand, die Blickrichtung zur Mitte des Fahrstuhls oder zur Tür. Optimalerweise hast du Unterlagen bei dir, auf die du deinen Blick richten kannst, damit peinliches gegenseitig Anstarren vermieden werden kann. Befindet sich ein Spiegel im Fahrstuhl, spricht nichts gegen einen kurzen Blick – ein aufwendiges Herumzupfen an den Haaren oder ein Auffrischen des Makeups, geschweige denn das Beseitigen von anderen kosmetischen Problemen sollte jedoch im vollen Lift vermieden werden. Genauso tabu: Parfum erneuern im Lift. Generell ist es für alle Mitfahrenden angenehmer, wenn zwar ein dezenter Parfumhauch da ist, jedoch keine umwerfende Duftwolke hinterlassen wird.
Tipp 4 – Telefonate
Aufgrund des oft schlechten Empfangs sind Telefonate in den meisten Aufzügen ohnedies nicht möglich. Aber auch wenn dies anders wäre: Besser, du unterbrichst das Gespräch, mit dem Hinweis, dass du jetzt im Fahrstuhl bist, als deine Mitfahrenden können alles mithören. Eine andere Variante ist die, seinem Gesprächspartner zu sagen, dass du nun für kurze Zeit im Lift bist: Du kannst zwar zuhören, aber nicht wirklich sprechen.
Tipp 5 – Unterhaltungen
Leise Unterhaltungen sind in Ordnung, solange das Thema öffentlichkeitstauglich ist. Mit Abteilungsinterna oder Kritik an Kollegen bzw. Chefs solltest du jedenfalls vorsichtig sein, wenn noch andere Personen im Lift mitfahren. Auch intimste Privatmomente sollten in diesem Rahmen nicht besprochen werden.
Tipp 6 – Richtig aussteigen
Stehst du im Lift relativ weit hinten, dann mache mit "Verzeihung" auf dich aufmerksam und bitte darum, aussteigen zu dürfen. Keinesfalls solltest du dich kommentarlos hinausdrängeln. Beim Verlassen gehört ein kurzes "Auf Wiedersehen" zum guten Ton.
Tipp 7 – Steckenbleiben
Keine Panik, keine blöden Sprüche, keine hektischen Bewegungen, nicht an die Tür trommeln. Der Nächste beim Klingelbrett sollte den Notruf auslösen, dann geduldig abwarten. Mache diejenigen im Lift aus, die am schlechtesten mit der Situation umgehen können: Raumangst-Leidende oder Schwangere sollten nach Möglichkeit beruhigt werden, sich vielleicht auf den Boden setzen, die Augen schließen und tief durchatmen.
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