Wilfried Haslauer will am 23. April zum dritten Mal schwarzer Landeshauptmann in Salzburg werden. Im Interview mit Magdalena Mistlberger und Claus Pándi von der „Salzburg Krone“ rechnet er unter anderem mit der Korruptionsaffäre in der türkisen ÖVP ab. Auch seinen Corona-Sager bereut er.
Der Rechtsanwalt gilt als Grandseigneur der ÖVP, ist für seine besonnene Politik bekannt und wurde mehrfach als Bundespräsidenten-Kandidat ins Spiel gebracht. Bislang lehnte er immer ab. Als Sebastian Kurz an die Macht kam, war Haslauer stiller, aber mächtiger Berater im Hintergrund. Seit der Chat-Affäre hat sich das Blatt gewendet, die Salzburger Volkspartei kehrte zu ihrem konservativen, von Wien eher distanzierten Profil zurück.
Auf die Frage, ob die türkise Korruptionsaffäre der Bundespartei auf die Salzburger ÖVP abfärbt, die sich mitten im Wahlkampf befindet und sich gegen FPÖ und SPÖ behaupten muss, wird Haslauer deutlich: „Die Marke hat darunter gelitten, gar keine Frage. Wir haben hier sehr saubere Verhältnisse und wir waren auch in diesen ganzen Geschichten nie drinnen. Ganz unerfreulich sind die berühmten Chats, die haben unsere eigenen Leute schwer getroffen. Auch weil die DNA einer bürgerlichen Partei ist, dass man sich ordentlich aufführt. Das war genau das Gegenteil davon. So führt man sich genau nicht auf. Hat schon sehr wehgetan, muss ich sagen.“
Die DNA einer bürgerlichen Partei ist, dass man sich ordentlich aufführt. Das war genau das Gegenteil davon. So führt man sich genau nicht auf.
Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP)
Er wolle sich selbst auch nach 19 Jahren in der Landesregierung in den Spiegel schauen können. Das ganze Interview und warum Haslauer seinen Corona-Sager („Virologen würden Menschen zum Schutz vor einer Infektion am liebsten einsperren“) bereut, lesen Sie hier.
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