Di, 21. August 2018

Beben der Stärke 6,9

19.09.2011 15:51

Tote und Verletzte bei Erdstößen im Himalaya-Gebiet

Ein schweres Erdbeben hat den Nordosten Indiens sowie Teile der Nachbarländer Nepal und Bangladesch erschüttert und mindestens 63 Tote gefordert, Dutzende Menschen wurden verletzt. Die Erdstöße erreichten am Sonntagabend (Ortszeit) eine Stärke von 6,9 auf der Richterskala, das Epizentrum lag in einer abgelegenen Region zwischen dem indischen Bundesstaat Sikkim und Nepal im Himalaya.

In Indien starben mindestens 48 Menschen, wie die Behörden am Montag mitteilten. Im Nachbarland Nepal (Bilder) wurden laut Polizei acht Menschen getötet. Drei davon wurden in der Hauptstadt Kathmandu in ihrem Auto erschlagen, als eine Begrenzungsmauer der britischen Botschaft zusammenbrach. In Tibet kamen weitere sieben Menschen ums Leben.

Dörfer von Außenwelt abgeschnitten
Aus der betroffenen Region wurden schwere Schäden gemeldet. Allein in Sikkims Landeshauptstadt Gangtok stürzten zahlreiche Häuser ein oder wurden schwer beschädigt. Vor allem in den Himalaya-Bergen im Grenzgebiet zwischen Sikkim und Nepal sind mehrere Dörfer nach Erdrutschen von der Außenwelt abgeschnitten.

Die Hauptzufahrtsstraßen sind verschüttet worden und aufgrund der heftigen Regenfälle und der niedrigen Wolkendecke konnten selbst Hubschrauber nicht zu den Eingeschlossenen vordringen. "Unsere Rettungsteams sitzen fest", sagte Katastrophenschutz-Sprecher Surendra Ahlawat. "Die Bedingungen sind schrecklich."

Mehr als 5.000 Soldaten waren im Einsatz, um die Straßenverbindungen nach Gangtok und weiter nördlich in Richtung des Epizentrums wiederherzustellen.

Erschütterungen auch in Hauptstadt Neu Delhi
Nach Angaben des US-Erdbebenzentrums lag das Zentrum des Bebens etwa 60 Kilometer nordwestlich von Gangtok in ca. 7,4 Kilometern Tiefe. Das Beben war in weiten Teilen Nord- und Ostindiens zu spüren. Selbst im rund 1.500 Kilometer entfernten Neu Delhi hat es leichte Erschütterungen gegeben.

Südasien wird immer wieder von schweren Erdbeben erschüttert. Ende 2005 hatte ein Erdbeben der Stärke 7,6 in der geteilten Region Kaschmir etwa 74.000 Menschen in Pakistan und Indien das Leben gekostet. 2001 starben im westindischen Bundesstaat Gujarat bei einem Beben der Stärke 7,7 mehr als 20.000 Menschen.

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