Hoffnung in Baminger

SPÖ-Spitze fordert Reform bei der Salzburg AG

Salzburg
10.03.2023 16:00

Mehr Transparenz soll verlorenes Vertrauen der Bürger zurückbringen. Stadtvize Auinger sieht frühere Fusion der SAFE und Stadtwerke heute als Fehler.

Die Salzburg AG muss transparenter werden, um das Vertrauen der Bürger zurückzugewinnen. So lautet die Message der SPÖ-Spitze in Salzburg. Für Landesparteichef David Egger, Stadtvize Bernhard Auinger und Stadträtin Anja Hagenauer braucht es jetzt Veränderungen beim Energieunternehmen. Auslöser war unter anderem das Arbeiterkammer-Gutachten, demzufolge die Strompreiserhöhung des Unternehmens nicht rechtmäßig war. 

Da hat die Salzburg AG eine andere Rechtsmeinung, daher wird die Entscheidung, ob die höheren Preise wieder rückerstattet werden müssen, vor Gericht geklärt werden. „Es gibt viele Dinge in der Strombranche die nicht zusammenpassen. Aber worauf begründet sich die Rechtsmeinung der Salzburg AG?“, fragt Egger. Er betont abermals, dass er - sollte er zum Landeshauptmann gewählt werden - nicht den Posten des Aufsichtsratsvorsitzenden übernehmen würde. Aber er bringt eine interessante Personalie ins Rennen: „Ich würde am ehesten Christian Kern fragen.“ Als Eigentümervertreter für Stadt und Land wäre das schwierig, aber es gibt nach dem überraschenden Abgang von Brigitte Bach auch einen Vorstandsposten neu zu besetzen.

„Aus heutiger Sicht ein Fehler“
Stadträtin Anja Hagenauer, als einziges SPÖ-Mitglied im Aufsichtsrat vertreten, fordert bereits seit 2014 eine transparentere Kommunikation. „Die Schreiben müssen für die Kunden offen und verständlich sein. Man könnte das AK-Gutachten endgültig als Anlass nehmen, das zu verbessern“, sagt die Politikerin. Generell müssten die Strukturen des Energieversorgers überdacht werden. Sollte keine Änderung möglich sein, müsse der Vorstand ausgetauscht werden. Große Hoffnungen habe man allerdings mit dem neuen Vorstandssprecher Michael Baminger. Er ist seit dem 1. Jänner im Amt.

Stadtvize Bernhard Auinger würde am liebsten zurück zur alten Struktur vor der Fusion von SAFE und Stadtwerke. Mit der Energie AG als Aktionär wird das aber nicht funktionieren. „Das Konstrukt ist aus heutiger Sicht ein Fehler“, so Auinger, der auch den ehemaligen Vorstandsprecher Leonhard Schitter scharf kritisiert. Dieser hätte eigentlich nach fünf Jahren abgelöst werden müssen. Allein beim öffentlichen Verkehr gibt es viel nachzuholen. Das Kontrollamt sieht einen Investitionsstau von 155 Millionen Euro - die Salzburg AG selbst spricht hingegen von 88 Millionen. „Nachdem Stadt und Land diese Summe allein zahlen müssen, nur um auf den Stand von 2018 zurückzukommen, gehen sich andere Großprojekt dann nicht mehr aus“, sagt der Stadtvize. Laut einer aktuellen, von der SPÖ in Auftrag gegeben Umfrage seien zweidrittel der Stadt-Salzburger derzeit gegen den Bau des S-Link.

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