Schlepper gefasst

Wien: 22 Flüchtlinge in Hohlräumen von Bus entdeckt

Burgenland
29.08.2011 14:39
Ein besonders dramatischer Fall von Schlepperei ist in der Nacht auf Montag in Wien aufgedeckt worden. In einem griechischen Reisebus entdeckte die Polizei insgesamt 30 Flüchtlinge aus Afghanistan. 22 davon - darunter auch einige Kinder - waren in Hohlräumen unter der Bodenplatte des Fahrzeugs versteckt.

Der griechische Reisebus wurde um 2.20 Uhr im Zuge einer Schwerpunktkontrolle in Wien-Simmering angehalten. Nahe des Alberner Hafens wurde das Fahrzeug gestoppt und die Passagiere kontrolliert. Dabei gaben sich laut Polizei rasch sieben Personen als afghanische Staatsbürger zu erkennen, eine achte Person befand sich im Schlafraum des Fahrers.

Versteck mit Wärmebildkamera aufgespürt
Während der Kontrolle der Passagiere stießen die Beamten auf einen Hohlraum in der Mitte des Busses, in dem sich zwei weitere Afghanen versteckt hielten. Daraufhin kamen auch Wärmebildkameras zum Einsatz, sodass wenig später unter einer vom Fahrerhaus wegklappbaren, pneumatischen Bodenplatte noch weitere 20 Afghanen gefunden wurden. Laut Roman Hahslinger waren auch einige Kinder darunter.

Die Flüchtlinge sind zwischen zehn und 60 Jahre alt. Die 26 griechischen Passagiere sowie Fahrer und Beifahrer wurden wegen des Verdachts der Schlepperei vorläufig festgenommen. Das Landeskriminalamt Wien hat die Ermittlungen übernommen. Busfahrer und Beifahrer wurden bereits einvernommen, schweigen aber beharrlich, so Hahslinger am Montagnachmittag.

22 illegale Grenzgänger im Burgenland aufgegriffen
Zudem haben Polizisten am Sonntag im Nordburgenland 22 illegale Grenzgänger aufgegriffen. Die somalischen Staatsangehörigen, die in Gruppen von zwei bis sechs Personen unterwegs waren, wurden nach Angaben der Sicherheitsdirektion Burgenland zwischen 6.30 Uhr und 7.30 Uhr von mehreren Streifen auf der B61 im Bezirk Neusiedl am See sowie am Bahnhof in Parndorf angehalten.

Erste Befragungen ergaben, dass ein vorerst unbekannter Schlepper die Gruppe gegen Bezahlung nach Österreich gebracht hatte. Die Ermittlungen laufen.

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