Leichtathletik-EM

Kingley fliegt im Dreisprung auf sechsten Platz

Sport-Mix
15.08.2026 22:56
Porträt von Olaf Brockmann
Von Olaf Brockmann

Endiorass Kingley sorgte am vorletzten EM-Tag in Birmingham kurz vor Toresschluss noch für ein Highlight für Österreichs Leichtathletik! In einem sensationellen Dreisprung-Finale flog der Linzer mit 16,57 m auf den sechsten Platz. Eine bessere Platzierung hat für den ÖLV hier bisher nur Hürdensprinter Enzo Diessl als Fünfter erzielt.

In den ersten drei Versuchen konnte sich der 24-Jährige von Sprung zu Sprung steigern. Er begann mit 16,28 und ließ dann windunterstützte 16,55 und 16,57 m folgen. Danach konnte er sich aber nicht mehr verbessern und wurde im fünften Durchgang noch vom fünften auf den sechsten Platz verdrängt.

Olympia 2028 das große Ziel
Mit dieser hervorragenden EM-Platzierung knüpfte der von Roland Werthner trainierte Dreispringer auch an seine große Saison im Vorjahr an, als er WM-Neunter wurde und zweimal mit 16,85 m ÖLV-Rekord gesprungen war. Das Jahr 2026 aber sahen Werthner und Kingley vor allem auch als weiteren Aufbau in Richtung Olympia 2028 in Los Angeles. Stück für Stück will Kingley der Weltklasse näherkommen. Er ist auf dem guten Weg dahin.

Gold mit sensationellen 18,15 m
Wie weit im Moment aber noch die absolute Weltklasse entfernt ist, zeigte das schon fast historisch zu nennende Finale in Birmingham. Gold gewann der Italiener Andy Díaz Hernández, als er seine persönliche Bestweite von 17,87 m auf sensationelle 18,15 m steigerte. Damit rückte er auf die vierte Stelle der „ewigen“ Weltbestenliste vor. Nummer 1 ist seit Göteborg 1995 Jonathan Edwards (Gb/18,29) vor Christian Taylor (USA/18,21) und Jordan Alejandro Díaz (Spa/18,18). Und Christian Taylor, seit gut eineinhalb Jahren für den ÖLV tätig, betreute gemeinsam mit Roland Werthner in Birmingham Endi Kingley.

Vierter Top-Ten-Platz
Der holte damit auch den vierten Top-Ten-Platz für Österreich bei dieser EM. Neben den beiden fünften Rängen von Kingley und Diessl schafften die Sprint-Staffel der Frauen (9.) und Diskuswerfer Lukas Weißhaidinger (10.) einen dieser Spitzenplätze. Am Sonntag sind von Österreich nur noch Andreas Vojta, Eva Wutti und Julia Mayer im Marathon am Start.

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