Betrügerin verurteilt

Das sagt der getäuschte Stargeiger Yury Revich

Gericht
19.01.2023 19:03

Zwei Geldgeber wollten in das Zentrum von Yury Revich investieren. Einer der beiden entpuppte sich als Betrügerin und brachte den anderen um 100.000 Euro. Mit der „Krone“ spricht der Stargeiger zu dem Fall, der sich hinter seinem Rücken zutrug.

„Krone“: Herr Revich, ein Geldgeber für Ihr Zentrum wurde betrogen und um viel Geld gebracht. Was steckt dahinter?
Yury Revich: Ich habe eine interkulturelle und interdisziplinäre Musik- und Ausstellungshalle mit Sound- und Videostudio geplant. Ziel dieses Zentrums ist es, junge Künstler zu unterstützen. Ich hatte keine Ahnung von dem Geschäft mit PCR-Tests zwischen zwei Investoren. Als ich davon erfuhr, war ich sehr wütend.

Sie sagten als Zeuge im Gericht, dass Sie - wenn Sie vom Plan der beiden Geldgeber gewusst hätten - ihn nicht gutgeheißen hätten. Warum? 
Natürlich hätte ich es nicht gutgeheißen. Sich in schwierigen Zeiten mit dem Leid der Menschen zu bereichern, finde ich absolut nicht in Ordnung. Ich habe mich auf die künstlerische Ausarbeitung dieses Zentrums konzentriert und hinter meinem Rücken wurden diese „Geschäfte“ gemacht. Ich bin sehr enttäuscht, dass dieser Umstand dem Projekt geschadet hat.

Das war der Prozess:

Herr L. wollte in das geplante Kulturzentrum von Yury Revich investieren. Auch Frau S. gab sich als Geldgeberin aus. Ohne Wissen des Geigers planten die beiden, die eingesetzten Mittel durch An- und Verkauf von PCR-Tests zu vermehren. Frau S. brachte Herrn L. dazu, ihr 100.000 Euro Darlehen zu geben. Das Geld sah er nie wieder. Anwalt Christian Werner vertrat das Opfer erfolgreich: Die Betrügerin wurde in Wien zu zwei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt, nicht rechtskräftig.

Ist der Traum des Zentrums jetzt geplatzt?
Ich plane dieses Zentrum bereits seit zwei Jahren. Es soll ein geschützter Raum für in Österreich lebende Künstler sein. Ein Ort, wo sich Künstler aus verschiedenen Disziplinen treffen und Synergien entstehen. Bedauerlicherweise liegt zurzeit alles auf Eis.

Was sind Ihre laufenden und nächsten Projekte?
Ich plane derzeit mein Projekt „Festival Nights“, das im Oktober im Heidi Horten Collection Museum in Wien stattfinden wird. Das letzte Konzert des Festivals wird UNICEF Österreich gewidmet sein, wo wir Spenden für Kinder sammeln werden. Als Ehrenbeauftragter von UNICEF Österreich ist es meine Mission, mein Möglichstes zu tun, um Kindern in Not zu helfen.

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