Die EU-Staaten haben am Dienstag in Brüssel einen gemeinsamen Standpunkt zu rechtlichen Rahmenbedingungen für einen digitalen europäischen Identitätsnachweis (eID) festgelegt. Damit soll der universelle Zugang für Bürger sowie Unternehmen „zu einer sicheren und vertrauenswürdigen elektronischen Identifizierung und Authentifizierung mittels einer persönlichen digitalen Brieftasche auf einem Mobiltelefon gewährleistet werden“, teilte der Ratsvorsitz mit.
„Mein bekanntes Ziel ist es, bis 2024 fast alle Behördengänge auch digital anzubieten und alle Ausweise von der Geldtasche aufs Handy zu bringen“, erklärte der Staatssekretär für Digitalisierung und Telekommunikation im Finanzministerium, Florian Tursky.
Digitaler Führerschein hierzulande schon verfügbar
Mit der neuen EU-Verordnung sollen künftig die nationalen digitalen Identitäten für alle Behördengänge in den EU-Mitgliedstaaten verwendet und auch akzeptiert werden. Tursky verwies auf den digitalen Führerschein in Österreich.
Konkret könnte nach Angaben der EU-Kommission im Ausland auch einfacher ein Auto angemietet oder ein Bankkonto eröffnet werden. Zudem könnten junge Erwachsene künftig in einer Bar etwa auch nur ihr Alter nachweisen, ohne ihren Wohnort oder andere persönliche Daten preisgeben zu müssen.
Bevor die Verordnung in Kraft treten kann, müssen die EU-Staaten noch mit dem EU-Parlament verhandeln. Die EU-Abgeordneten haben allerdings noch keine gemeinsame Position gefunden.
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