Weil immer noch nicht alle Freigänger kastriert werden, gibt es viel zu viele Streuner und ihre ungewollten Katzenkinder. Sie werden oft krank und müssen elend zugrunde gehen.
Streunerkatzen gibt es leider immer noch in ganz Österreich. Im Mittelburgenland kümmert sich Bianca Heisinger vom Verein „Die Streuner - Bezirk Oberpulendorf“ mit viel Herzblut und Engagement um große und kleine Katzen in Not. So schlimm wie in diesem Jahr war es allerdings schon lange nicht mehr.
Ehrenamtlich im Einsatz
„Wir haben rund 200 Streuner gefangen, kastriert und wieder freigelassen. Zusätzlich haben wir 200 Katzenjunge aufgepäppelt und - wenn möglich - weitervermittelt“, so Heisinger. Und das alles ehrenamtlich in ihrer Freizeit.
Vom Menschen verursacht
Was sie besonders ärgert: „Das Problem ist menschengemacht. Wenn alle ihre Katzen kastrieren ließen, so wie es auch das Gesetz vorsieht, gäbe es viel weniger Katzenleid.“
Unterstützung erhält sie von Tierärztin Dr. Gabriele Velich, die ihre Dienste unentgeltlich zur Verfügung stellt. Während ausgewachsene Streuner immer wild bleiben, können Kätzchen, die bis zu einem Alter von 12 Wochen aufgenommen werden, durchaus noch zahm werden.
Spendenkonto: Die Streuner Bez. Oberpullendorf
AT31 3306 5000 0061 3448
Auch Futterspenden und Sachspenden werden gerne angenommen. Wer möchte, kann auch eine Kastrationspatenschaft übernehmen!
Was tun?
Wer Katzenbabys findet, sollte sie vorerst für eine kurze Zeit beobachten und überprüfen, ob die Mutter noch in der Nähe ist. Jungtiere, die an ungeschützten Plätzen aufgefunden werden, die offensichtlich krank, ungepflegt und unterernährt sind, brauchen auf jeden Fall Hilfe.
Hier sollte man nicht zögern und die Tiere zum nächstgelegenen Tierarzt bringen oder zumindest einen Tierschutzverein kontaktieren. Vor allem in der kalten Jahreszeit haben die Kleinen andernfalls keine Chance zu überleben.
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