Die Betriebskosten werden hochgeschraubt, um später saftige Nachzahlungen zu vermeiden. Eine Rechtsberatung kann bei Unklarheiten helfen.
Mit den steigenden Energiekosten wurden auch die Zuschriften an die „Krone“ immer mehr: Viele Salzburger Mieter kämpfen zurzeit mit Mieterhöhungen und Mehrkosten durch die Energiekrise. So haben viele Vermieter - zum Beispiel auch der Wohnbauträger Gswb – die Betriebskosten außerplanmäßig erhöht, um später hohe Nachzahlungen zu vermeiden (die „Krone“ hat berichtet).
So erhöht sich die Miete für die Salzburger teilweise um mehrere hundert Euro. Auch bei der Salzburger Arbeiterkammer gehen zurzeit sehr viele Anfragen zum Thema Miete und Kostenerhöhung ein. Präsident Peter Eder sieht bei den explodierenden Preisen die Politik in der Pflicht. „Der Heizkostenzuschuss muss endlich auf 500 Euro pro Haushalt erhöht werden. Außerdem braucht es eine Anhebung der Einkommensgrenzen – zumindest auf Höhe der Armutsgefährdungsschwelle“, sagt Eder. Auch einen Heizkostendeckel fordert Eder.
Mieter, die sich nicht sicher sind, ob bei den Preis-Erhöhungen oder bei sonstigen Mietfragen alles mit rechten Dingen zugeht, können sich bei der Arbeiterkammer Hilfe holen. Dabei ein Dauerbrenner: Schäden in der Wohnung. Hier schieben sich Mieter und Vermieter gerne den schwarzen Peter zu. Laut der Wohn- und Mietrechtsexpertin Edith Steidl kommt es immer auf die explizite Situation an.
Einzelfall entscheidet über die Kostenfrage
Wenn es zum Beispiel in der Wohnung zu schimmeln beginnt, muss die Kosten für die Entfernung der Verursacher tragen. „Deswegen gilt es zu prüfen, ob dieser aufgrund von bauphysikalischen Problemen oder zum Beispiel durch falsches Lüftverhalten entstanden ist“, sagt Steidl. Auch bei Rissen im Putz oder Mängeln an der Bausubstanz gibt es keine allgemein gültige Aussage – auch hier ist der Einzelfall entscheidend, wenn es um die Kostenfrage geht.








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