Wiener Grüne fordern:

„Personalnot darf nicht zum Standard werden“

Wien
15.11.2022 14:15

Wegen Personalengpässen geraten viele Bereiche des täglichen Lebens ins Stottern. Mängel gibt es vor allem bei den Arbeitsbedingungen. Die Wiener Grünen berufen dazu jetzt einen Sondergemeinderat ein.

Spitäler, Kindergärten und Öffis: In diesen systemrelevanten Bereichen kracht es zurzeit ordentlich. Die Grünen bringen daher einen Sondergemeinderat zur Personalnot in der Wiener Daseinsvorsorge ein.

  • Gesundheitssystem: Bis 2030 werden 8000 der rund 30.000 Beschäftigten in Pension gehen. Dabei gibt es jetzt schon einen Personalnotstand. Um das Personal halten zu können und neues anzuwerben, bräuchte es bessere Arbeitsbedingungen. Vorschläge der Grünen dazu sind: Planungssicherheit bei Dienstplänen, flexible Arbeitszeiten, bessere Bezahlung und mehr Ausbildungsplätze.

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Schmerzvoll für Betroffene ist, dass die Hilferufe nicht ernst genommen werden. Personalnot darf nicht zum Standard werden!

Parteivorsitzende der Wiener Grünen Judith Pühringer

  • Kinderbetreuung: Viele Kindergärten wissen nicht, wie sie noch alle Gruppen offen halten sollen. Die Mängel in der Elementarpädagogik gehen nicht nur auf die Kosten der Pädagogen, sondern auch auf die der Kinder. Die Öko-Partei fordert daher eine Verbesserung des Fachkräfte-Kind-Schlüssels, kleinere Gruppen sowie höhere Gehälter.
  • Mobilität: Immer öfter müssen Fahrgäste lange auf Bus und Bim warten, weil es zu wenig Personal gibt, um den Fahrplan einzuhalten. Auch hier könnte die Stadt gegensteuern, mit mehr Gehalt und attraktiveren Dienstzeiten etwa.

„Schmerzvoll für Betroffene ist, dass die Hilferufe nicht ernst genommen werden. Personalnot darf nicht zum Standard werden“, so die Grünen-Chefin Judith Pühringer.

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