Es war in den letzten Monaten mehrmals gemutmaßt worden, Tennistalent Joel Schwärzler hatte selbst den Wunsch geäußert mit Österreichs berühmtestem Trainer zusammenzuarbeiten. Nun ist es so weit: Günter Bresnik betreut den 20-Jährigen – aber zunächst nur auf Probe wie der Ex-Coach von Dominic Thiem erzählt. Um wirklich etwas zu verändern, brauche es aber mindestens ein Jahr, so Bresnik.
Er brauche jemanden, der ihm kräftig in den Hintern trete, hatte Schwärzler selbst im Rahmen des Davis Cups vor einem Monat geäußert. Am liebsten jemanden in Österreich. Eine Beschreibung, bei der alle sofort an Bresnik dachten. Der Haken: „Ich weiß, dass Günter nicht mehr so viel reisen will“, hatte der Vorarlberger sein Zögern erklärt, sich an den 65-Jährigen zu wenden.
Das ist passe. In den Tagen vor dem Tennisklassiker in der Stadthalle trainierte Schwärzler in der Südstadt, gab es erneut Gespräche. Nun arbeiten die beiden auf Probe zusammen, auf unbefristete Zeit. Wie lange? Damit die Kooperation wirklich fruchtet, würde es länger dauern. „Normal braucht es zwölf bis 18 Monate Arbeit, damit du bei einem Spieler nachhaltig etwas verändern kannst“, meint Bresnik.
Körperliche Ausbildung und medizinische Betreuung
Dabei geht es für den Trainer-Routinier weniger um die Schläge, obgleich diese für ihn natürlich auch eine gewichtige Bedeutung haben. Doch zunächst müsse man an den Grundlagen arbeiten. „Da geht es um die körperliche Ausbildung und die medizinische Betreuung“, nennt Bresnik entscheidende Punkte, an denen er ansetzen will.
Schwärzler, der zwar immer als großes Talent, aber lascher Arbeiter galt, hat jedenfalls erkannt, was er braucht. Bei Bresnik würde er die harte Hand, die ihn an die Kandare nimmt, sicher bekommen. Es bleibt abzuwarten, ob er diese Betreuung auch wirklich annimmt,
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