Nach dem tragischen Tod der stark übergewichtigen Rottweiler-Hündin „Easy“ im Tierparadies Schabenreith erklärt Veterinär Markus Scherfler aus Leonding, wie man Haustiere vernünftig ernähren kann.
Mit 100 Kilo Körpergewicht war Rottweiler-Hündin „Niki“ Anfang Oktober im Tierparadies Schabenreith in Steinbach/Z. abgegeben worden. Sie wog mehr als das Doppelte eines normal gewichtigen Rottweilers. Die Hunde-Dame konnte kaum noch gehen, außerdem waren ihre Krallen überlang. „Sie war schwer vernachlässigt“, zeigte sich Tierheimchefin Doris Hofner-Foltin entsetzt. Die Vermutung lag nahe, dass die Besitzer mit der sechsjährigen Hündin kaum Bewegung gemacht und sie völlig falsch ernährt hatten.
15 Kilo abgenommen
Dank Bewegung und gesunder Ernährung gelang es Mitarbeitern im Tierparadies, dass „Niki“, die dort den Namen „Easy“ erhielt (nach der Diät-Methode „Easylife“-Therapie), 15 Kilo abnahm. Allerdings verschlechterten sich in der Vorwoche die Blutwerte des Vierbeiners, er bekam Herz- und Nierenprobleme, musste eingeschläfert werden.
Keine menschliche Nahrung
Doch wie ernährt man seinen Hund richtig? „Mit Hausverstand“, sagt Tierarzt Markus Scherfler. „Wenn man auf den Rippen Klavier spielen kann, hat der Hund zu wenig Gewicht. Wenn man die Rippen nicht spürt, hat er zu viel Gewicht.“ Hunde sollten zwei bis dreimal täglich gefüttert werden und keine menschliche Nahrung (gesüßt, gesalzen, gewürzt) bekommen: „Das Hundefutter aus dem Handel ist perfekt ausgewogen.“
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