Kärnten ist reich an jungen Musiktalenten. Und in den Musikschulen des Landes erhalten einige von ihnen das Rüstzeug für spätere große Karrieren.
Hast du Töne! Viele junge Menschen in Kärnten lernen ein Musikinstrument. An die 14.000 Buben und Mädchen besuchen dafür die Musikschulen des Landes. Und immer wieder lassen Talente, die unter den 450 Musikpädagogen groß geworden sind, von sich hören. Projektmanagerin Lisa Leitich: „Es gibt viele Schulabgänger, die heute ganz oben stehen und auf nationalen sowie internationalen Bühnen ihr Publikum begeistern.“
Heute unterrichten 450 Lehrer an die 14.000 Buben und Mädchen. Aber auch Erwachsene besuchen den Unterricht in den 70 Musikschulen in Kärnten. Seit dem Jahr 2000 entstanden insgesamt 30 neue Standorte im ganzen Land.
Klimafittes Architekturjuwel
Der wohl größte Standort mit weit über 1000 Schülern befindet sich in der Gustav Mahler Musikschule in Klagenfurt. „Wir sind überdies in mehr als der Hälfte der Kärntner Gemeinden vertreten“, sagt Fachbereichsleiter Johannes Hirschler. Unter den Standorten, die in den vergangenen 20 Jahren gewachsen sind, befindet sich auch ein Architekturjuwel. Veldens Bürgermeister Ferdinand Vouk: „Das alte Spritzenhaus der Feuerwehr wurde zur Musikschule ausgebaut. Heute präsentiert sich das Gebäude im Zentrum unseres Bildungscampus als Paradebeispiel für klimaaktive Sanierung.“
Ebenso mit der Feuerwehr eng verbunden sind die jungen Talente der Musikschule Dellach im Drautal. Hier werden die Schüler seit mittlerweile zehn Jahren im Rüsthaus unterrichtet. „Unser Schwerpunkt liegt auf der Blasmusik. Davon lassen sich viele Kinder begeistern“, erzählt Direktor Paul Moser, der für 350 Musikschüler in Greifenburg und Dellach verantwortlich ist. Noch jung ist die Musikschule in Pörtschach, die nach der Sanierung gerade erst eröffnet wurde.
Große Töne im ganzen Land
Von Heiligenblut bis Lavamünd werden in den Talenteschmieden 43 verschiedene Instrumente unterrichtet. Die Favoriten der Jugendlichen und Kinder sind Klavier, Gitarre und Blockflöte. Am wenigsten begehrt sind die Viola, der Kontrabass und die Orgel. Als zusätzliche Ausbildungsschwerpunkte werden Chor, Musical, Pop und Rock, Ensemblespiel, Elementare Musikpädagogik in Kindergärten und Volksschulen sowie Orchestermusik angeboten.
„Die Besten schaffen es in die Orchesterakademie, wo sie dann bei Konzerten auftreten“, so Hirschler. Für spezielle Talente wurde in Kooperation mit der Gustav Mahler Musikuni der Exzellenzcluster eingerichtet. 61 Musiker profitieren davon.
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