Wir Steuerzahler können uns auf die Schulter klopfen. Wir haben - wieder einmal - die AUA gerettet. Das war teuer. Denn in der Pandemie hat die Airline 500 Millionen Euro versenkt. Es gab vom Staat einen Zuschuss zum Eigenkapital in Höhe von 150 Millionen Euro, der nicht zurückgezahlt werden muss.
Dazu kam ein Kredit von 300 Millionen Euro, den das Unternehmen dank Hilfe des Mutterkonzerns Lufthansa jetzt vorzeitig zurückzahlt. Nicht vergessen darf man, dass für die rund 6000 Mitarbeiter der AUA zwei Jahre lang Kurzarbeit ermöglicht wurde, die erst im Mai endete.
Denn für den Wirtschaftsstandort Österreich ist die Fluglinie ein strategisch wichtiges Unternehmen, an dem unzählige heimische Zulieferer und der Tourismus hängen. Wie es aussieht, erholen sich die Airlines nach der Covid-Krise schneller als erwartet.
Die Passagierzahlen steigen, sogar die Geschäftsreisenden sind großteils wieder zurück. Ist die AUA schon über den Berg? Nun, man darf nicht vergessen, dass das Eigenkapital trotz des Zuschusses noch immer negativ ist und frühestens 2023 wieder schwarze Zahlen geschrieben werden.
Das wird nicht reichen, um das Geld für die bald notwendige Erneuerung der (Langstrecken-)Flotte zu verdienen. Doch Eigentümer Lufthansa wird auch hier wohl einspringen müssen. Denn allein die Idee, dass die Ryanair der AUA in Wien womöglich den Rang ablaufen könnte, wird in der Frankfurter Konzernzentrale die Alarmglocken schrillen lassen.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.