Kindstötung empfohlen
Kreml-Propagandist reumütig: „Ich bin ein Idiot“
Nachdem der Kreml-Propagandist Anton Krassowski nach skandalösen Aussagen unter anderem über das Ertränken ukrainischer Kinder vom russischen Staatssender RT am Montag entlassen worden war, entschuldigte er sich nun noch einmal für seine verbale Entgleisung: „Ich bin ein Idiot. Ich habe die Grenze nicht nur überschritten, sondern sie unabsichtlich ausradiert:“
Ausgelöst hatte den Skandal Krassowskis Forderung in einer Fernsehsendung, ukrainische Kinder, die der Ansicht seien, die Ukraine sei von Russland okkupiert worden, entweder in einen Fluss zu werfen und zu ertränken, oder sie in einer Hütte einzusperren und anzuzünden. Daneben sprach er etwa der Ukraine das Existenzrecht ab, rief zur Erschießung von Ukrainern auf und verharmloste Vergewaltigungen. Die Sendung rief international Empörung hervor. Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba forderte in dem Zusammenhang, Staaten in aller Welt auf, RT bei sich zu verbieten.
Äußerungen „barbarisch und grässlich“
Der Sender selbst reagierte umgehend, die vorläufige Kündigung wurde ausgesprochen: „Die Äußerungen Anton Krassowskis sind barbarisch und grässlich“, begründete die Chefin von RT, Margarita Simonjan, den Schritt. Schon zuvor hatte Krassowski sich als Chef des russischsprachigen Programms von RT monatelang als Hassprediger gegenüber der Ukraine betätigt.
Simonjan sprach von einem „zeitweiligen Wahnsinn“, von dem Krassowski befallen sei. Sie beende die Zusammenarbeit vorerst, damit niemand auf den Gedanken komme, dass sie oder andere RT-Mitarbeiter diese Ansichten teilten, ergänzte sie.
Entschuldigung „nachgebessert“
Krassowski erklärte noch am Montag, er bedauere, die Grenze überschritten zu haben. Manchmal sei es so, dass er sich in seinen Sendungen zu sehr hinreißen lasse, begründete er seine Aussagen. Doch offenbar merkte er, dass diese Entschuldigung zu wenig war und legte noch einmal nach.
„Ich denke an jedes Kind, jede Mutter, jede Familie. Und ich denke und leide mit jedem Kind auf der anderen Seite. Ich wünsche mir, dass es keine Todesfälle gibt, dass Kinder nicht sterben. Glaubt mir, jede Träne eines Babys ist mein Schmerz, mein Albtraum. Ich wünsche niemandem den Tod, niemandem. Ich bin ein Idiot“, so zitierte der Schweizer „Blick“, die Entschuldigung im Wortlaut.
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