Sturm und Borkenkäfer: Kärnten braucht klimafitte Wälder, doch zwischen Mirnock und Gerlitzen ist die Schutzfunktion beeinträchtigt, da es hier seit Jahren massive Wildschäden gibt.
Drei Jahre lang hat Wildbiologe Horst Leitner auf Initiative von Bezirksjägermeister Wolfgang Oswald das 32.400 Hektar große Gebiet untersucht. Zahlreiche Hirsche wie Joschi und Heinzi sowie Rotwild-Kühe wurden mit GPS-Sendern ausgestattet, Fotokameras wurden aufgestellt.
„Wir wollten Fakten über Wilddichte und Schadenssituation sammeln, aber auch mehr über den Einfluss des Tourismus auf die Wildtiere erfahren“, so Bezirksjägermeister Oswald, der Freitagabend in Arriach die Ergebnisse präsentierte. So weiß man jetzt, dass das Rotwild standorttreu ist, einzelne Tiere aber bis in die Steiermark gewandert sind.
Und man weiß auch, dass Wild tagsüber die touristischen Hotspots auf der Gerlitzen meidet, nachts jedoch auf den grünen Skipisten nach Nahrung sucht. Mithilfe der Ergebnisse will man mit Grundbesitzern und Jägern nach Lösungen für gesunde Wildbestände und gesunde Wälder suchen.
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